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Lokales
Speichersdorf
27.02.2015
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Ohne solche Persönlichkeiten kann ein Gemeinwesen nicht funktionieren: Hermann Raps hat sich um seine Heimat verdient gemacht. Nun verstarb der Speichersdorfer nach kurzer und schwerer Krankheit.

Die Nachricht von Hermann Raps' Tod erschütterte Freunde und Bekannte. Der 79-Jährige hat in vielen Vereinen der Gemeinde Spuren hinterlassen. Der frühere Leiter der Sparkassen-Zweigstelle in Speichersdorf war natürlich vor allem als Herr der Zahlen gefragt. Es gibt in Speichersdorf kaum einen Verein, bei dem er nicht Mitglied war.

Im Stillen

Hermann Raps bleibt als eine Person im Gedächtnis, die zurückhaltend und im Stillen seine Arbeit genau und penibel verrichtete. Er war ein Musterbeispiel an Korrektheit, sparte aber auch nicht mit kritischen Bemerkungen, wenn er davon überzeugt war, dass es nötig war. Hermann Raps hinterlässt neben seinen drei Töchtern einen Enkel, einen Urenkel und seine Lebensgefährtin Maria Fraunholz.

Am 1. Juni 1951 trat er als Lehrling seinen Dienst bei der Sparkasse Kemnath an. 1978 übernahm er die Leitung der Zweigstelle in Speichersdorf. Nach fast 50 Jahren Dienstzeit verabschiedete er sich im Jahre 2000 in den Ruhestand. Der für seine Geradlinigkeit und sein Arbeitspensum beliebte Bürger hat sich um den TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf verdient gemacht. Am 1. April 1948 trat er dem Sportverein bei, kam in allen Fußballmannschaften zum Einsatz. Sein größter sportlicher Erfolg war aber 1950 die Teilnahme an der Bayerischen Leichtathletik Jugendmeisterschaft in Augsburg. Als einer der ersten vertrat er den TSV 1953 in der Auswahl des Fußball-Spielkreises Weiden.

Er hatte 1961 als Rechtsaußen maßgeblichen Anteil an der Meisterschaft in der Kreisliga Oberpfalz, was gleichzeitig den Aufstieg in die erste Amateurliga (heutige Bezirksliga) bedeutete. Seine sportliche Laufbahn beendete er Mitte der 1960er Jahre. Von 1955 bis 1968 war er Kassenprüfer des Sportverein. Seit 1968 bis zu seinem Tode führte er dann die Kasse des mit 1100 Mitgliedern größten Sportvereins im Landkreis.

Außerdem war er unter anderem seit 1975 Kassenverwalter des Speichersdorfer Veteranen- und Kameradschaftsvereins. Außerdem war er ein erfolgreicher Sportkegler und Mitbegründer des Sportkegelclubs. Für diesen Verein hatte er auch einige Jahre als Kassier gearbeitet. Über viele Jahre war er ebenso Kassenprüfer beim Fichtelgebirgsverein.
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