"Kit zwischen den Chören"

Richard Waldmann (von links), Julia Bäß, Karin Waldmann, Paul Windschüttel, Wolfgang Schmidt (Dritter von rechts) vom Kirchenchor Thanstein, Alois Wöhrl (Zweiter von rechts) und Siegfried Höhne (rechts) feierten das 30. Jubiläum des Männer-Chores. Bilder: hia
Lokales
Speichersdorf
14.10.2015
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Es war die gemütliche Runde in der heimeligen Baracke hinter dem Backofen auf dem Tauritzmühlengelände nach dem besinnlichen Teil der Weihnachtsfeier am 16. Dezember 1983, die den Anstoß zur Geburt einer Sangesrunde gab. Nun blickt der Männer-Chor auf sein 30-jähriges Bestehen zurück.

Die sangesfrohe Atmosphäre auf dem Tauritzmühlengelände 1983, in der mehrfach "Tief im Frankenwald" und "Am Brunnen vor dem Tore" angestimmt worden war, drängte regelrecht zur Geburt einer Sangesrunde. Da war sich Siegfried Schäller in seiner Laudatio sicher.

Mit dem damaligen stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Bruno Schinner gelang es, Alois Wöhrl zu bewegen, der Idee Taten folgen zu lassen. Am 11. Mai 1984 wurde auf dessen Initiative der Werkschor aus der Taufe gehoben. Er entwickelte sich in den drei Jahrzehnten zu einem etablierten Männer-Chor. Seine Mitsänger seien unter Leitung von Alois Wöhrl zu Botschaftern des Gesanges, der Freundschaft und Kameradschaft geworden, die das kulturelle Leben in Speichersdorf bereicherten.

Es gelang Richard Waldmann als Dirigent zu gewinnen, der mit Luzia Fürst aus den Badewannensängern einen Chor mit hohen Ansprüchen geschaffen habe. "Neben der Musikschule und den Speichersdorfer Musikanten wurde der Chor zum Kit und Katalysator zwischen den Chören der Großgemeinde", sagte der Ehrenbürger.

Neben Stadtpfarrer Bernhard Müller aus Grafenwöhr, Ehrenbürger Georg Herath und den Vertretern der Banken waren auch die Pfarrer Sven Grillmeier und Dirk Grafe gekommen. Sie hatten ein besonderes Geschenk mitgebracht. Sie kleideten die Entstehung ihres Grußwortes kurzerhand in einen Sketsch. So wurde das Publikum in eine Szenerie im Pfarramt versetzt. Hier wurde sinniert, warum der Chor gerade Thomas-Chor heiße. Ob das in Anlehnung an den ungläubigen Thomas wohl ein Trupp lauter Ungläubiger sei. Warum er denn nicht Siegfried-, Luzia-, Richard-Chor, oder gar nur Porzellanchor genannt wurde. "Dass es so lustig wird, haben wir nicht erwartet. Ihr habt uns überrascht", so Waldmann.

Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Manfred Porsch. "Danke, was ihr uns über 30 Jahre gegeben habt", sagte er. Ihr Chorgesang erfreue sich großer Wertschätzung und Beliebtheit. Auch komme die Gemütlichkeit nicht zu kurz. "Wenn es Schäller nicht gegeben hätte, gäb es den Thomas-Chor nicht."

Neben Blumen und Spenden für den Jubilar gab es am Ende aus den Händen von Siegfried Höhne für alle Mitwirkenden ein besonderes Geschenk. Der Thomas-Chor hatte eigens eine Jubiläumsporzellantasse und -teller fertigen lassen.
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