Klär- eine Musteranlage

Das Tor der Kläranlage steht offen. Offen ist die Gemeinde bei der Sanierung auch für neue Ideen in Sachen Umwelttechnik Bild: ak
Lokales
Speichersdorf
29.01.2015
2
0

Energieeffizienz, grüne Energieerzeugung und dabei Ressourcen schonen. Die Gemeinde verfolgt bei der Erweiterung der Kläranlage ehrgeizige Ziele, wie der Bürgermeister dem Bauausschuss erläuterte.

Manfred Porsch erläuterte in der Sitzung des Bauausschusses die Pläne. "Unser Ziel muss sein, bei Umbau- und Erweiterung der Kläranlage auf alle Aspekte der Energieeinsparung und -gewinnung zu achten." Porsch verwies auf die Wärme des Abwassers. Wärmetauscher und Wärmepumpen könnten daraus Energie für den Anlagenbetrieb gewinnen.

Er berichtete, dass Faulturmanlagen für die Fäkalien nicht mehr nur in Kläranlagen für mehr als 10 000 Einwohner wirtschaftlich sind. Wegen technischer Weiterentwicklungen sei diese Ansicht inzwischen überholt. Auch kleinere Faulturmanlagen arbeiten mit neuer Technik wirtschaftlich. In diese Vorrichtung wird der separierte Fäkalschlamm eingebracht. Bei der Vergärung entsteht Methangas, aus dem sich Strom und Wärme gewinnen lässt. Außerdem ermöglicht ein Faulturm, Abwasserbehandlungsanlagen, Belebungs- und Nachklärbecken kleiner zu halten. Porsch gab das Ziel aus, die für den Kläranlagenbetrieb notwendige Energie aus regenerativen Energien und moderne Umwelttechnik zum großen Teil selbst zu erzeugen.

Porsch berichtete, dass neben neuer Klärtechnik auch ein neues Betriebsgebäude nötig sind. Die Bauvorschriften geben vor, dass Sanitär-, Büro- und Laborbereich sowie das Maschinenhaus getrennt voneinander sein müssen.

Um sich über neue Techniken und den Stand der Planungen zu informieren, ist für Freitag, 27. Februar, ab 16 Uhr eine Sondersitzung des Gemeinderates mit Besichtigung der Kläranlage geplant.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.