Kulturverein feiert beim Jubiläumsabend sich selbst und die leichte Muse
Cappuccino mit Musik

Das zehnköpfige Ensemble "Cappuccino" begeisterte das Publikum mit seiner Salonmusik. Bild: hia
Lokales
Speichersdorf
27.10.2015
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Für beste Unterhaltung beim 50. Jubiläum des Kulturvereins sorgte das Ensemble "Cappuccino". Das zehnköpfige Orchester kam mit seiner Salonmusik beim Publikum bestens an.

"Es war ein wunderschöner und gelungener Abend", resümierte Vorsitzender Josef Mittelmeyer am Ende stolz. Das Repertoire der Bayreuther bot viele Facetten der leichten Muse. Den Auftakt machten der Walzer Nr. 2 von Shostakovich. Bereits bei dieser Intrade wurde deutlich, was das Publikum erwartet.

Wie ein roter Faden zog sich die "wunderbare und gleichwohl sonderbare Liebe in all ihren Facetten vom heißblühend prickelnden, blind machenden Gefühl bis zu ihrer zerstörerischen Kraft" durch den Abend. Trefflich portioniert und ins Programm eingepasst wechselten sich Ensemblestücke, Solis von Ute Nolte, Ruperta Mattern und Christine Hoffmann-Niebler mit Gedichten wie "Kaffeeprobleme" und Dialoge von Moderatorin Inge Peter und Viktor(Jürgen Treppner) ab. Allen voran waren die Gäste zum "Wochenend und Sonnenschein" eingeladen. "Ich bin verrückt nach Hilde", die kolossal küsst und mit der er am liebsten ins Gefilde verschwinden würde, interpretierte Viktor. Die beiden Instrumentalstücke "Tango de Gallinas" und der "Hamza Kuss" ließen von heißen Küssen träumen, "Tea for two" von trauter Zweisamkeit.

Nicht selten bleiben Träume von Reisen in ferne Länder und Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten unerfüllt. Mit dem Damen-Orchester ging es musikalisch nach Argentinien auf eine "Fiesta Argentina", zur "Russia Collection" und zur "Swinging Safari". Seit 150 Jahren von Soldaten und Studenten gesungen folgte "My Bonnie is over the ocean". Ins Publikum ging die Frage, ob Liebe als Last oder als Lust gesehen wird. Um sich in gebührender Zeit darüber Gedanken zu machen, schickte die Moderatorin das Publikum in die Pause, begleitet von den Klängen "Down by the riverside".

Nach der Pause ging es ans Mitsingen. Bei den Klassikern "O Donna Clara" und "Ein kleiner grüner Kaktus" stimmten alle ein und quittierten die Darbietungen mit viel Applaus. Die weitere Palette reichte von der Kammermusik "Elisabeth Serenda" über "Pigale" bis zur "Krimi-Mimi".

Damit der heiß verliebte Mann nach der Enttäuschung seines Lebens wieder in die Gänge kommt, stimmte das Damenorchester "Black Bottom" an. Sie riss ihn so aus der Lethargie, dass er auch gleich einen Stepdance zu tanzen begann. Am Ende triumphierte doch bei allen die Einsicht: Die Frauen können ohne des "Gerchle" nicht. Und bei den Männern: "Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht." Hierzu wurde ebenso mitgeklatscht wie bei der Zugabe "Wien bleibt Wien".
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