Männer in schlitternden Kisten

Furchtlos die Frankenberger Höhe hinab: Schon die Konstruktionen waren sehenswert. Bild: hia
Lokales
Speichersdorf
13.02.2015
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Einen Nachmittag lang verwandelten der Geselligkeitsverein Hide Away und die Skiabteilung des TSV die Frankenberger Höhe zum alpinen Skigebiet. Nach vier Jahren gab es endlich wieder genug Schnee.

Der Frankenberg-Cup in Abfahrt und Riesenslalom, vor allem aber das Gaudi-Schlittenrennen zog die Menschen an. Viele Zuschauer feuerten die 40 Starter an. Lange Warteschlangen bildeten sich am Aufgang zur Startrampe.

Als jüngster Skifahrer erhielt Constantin Feigt (5) eine Carrera-Bahn. Der Älteste der 25 Mädchen und Buben war gerade 15 Jahre. Moderator Christian Porsch schickte alle auf die Piste. Die frostigen Temperaturen sorgten für eine schnelle Piste. An den seitlichen Hängen gab es Gelegenheit zum Üben oder einfach zum gemeinsamen Schlittenfahren.

Beim "freien Schlittenfahren" stürzten sich vor allem Erwachsene den Hang hinab. Alle hatten sich abenteuerliche Gefährte gebastelt. So war ein Sessel auf Kufen ebenso am Start wie zwei Bobbycars auf einer Palette, ein gezimmertes Schneemobil mit Motorsägen-Sound sowie eine weinrote Audi-Quattro-Motorhaube. Schnellster war am Ende Hannes Schwenk. Aber die Zeit stand nicht im Vordergrund, wichtig waren der Spaß und hin und wieder ein schöner Dreher.

40 fleißige Helfer hatten Tage vorher und am Vormittag zusammengeholfen, um die Piste zu präparieren und das Ambiente bis zur Zeiterfassung zu organisieren. Sie trampelten mit den Skiern eine 150 Meter lange Rennstrecke fest. Wege mussten befahrbar gemacht und Parkplätze ausgeschoben werden. Für die Besucher sorgte eine eigens gebaute Schneebar für besonderes Flair. Es gab heißen Tee, Glühwein und Würstchen. Andere kümmerten sich um die Zeitmessung und den Lift, führten die Starterlisten und schrieben die Urkunden.

Bürgermeister Manfred Porsch freute sich, dass der Skitag stattfinden konnte. Er lobte Ehrgeiz und Mut der jungen Mädchen und Buben. Er freute sich, dass es ohne Stürze und Verletzungen abging. "Wir waren rundum zufrieden, und es hat alles reibungslos funktioniert", resümierte am Ende Christian Porsch. Zusammen mit Hide-Away-Chef Andreas Schmidt nahm er im Sportheim die Pokalverleihung vor.

Vor allem beim Abfahrtslauf wurde um jeden Zentimeter gekämpft. Die Starter trennten teils nur Hundertstelsekunden. Im Slalom hatte bei den Jungs Bastian Schmidt (11) mit 17,39 Sekunden, bei den Mädels (Altersklasse 13 bis 15) Anna Bröckel mit 18,22 Sekunden die schnellste Zeit. In der Abfahrt waren im Einzel- wie im Gesamtlauf die Lokalmatadoren, die Geschwister Lukas und Vanessa Barthelmann, unschlagbar. Lukas war nach zwei Durchgängen mit 27,87 Sekunden der Schnellste. Er hatte an diesem Tag auch die insgesamt beste Zeit von 13,54 Sekunden im zweiten Lauf. Vanessa hatte mit 31,18 Sekunden nach zwei Durchgängen sowie bei der Einzelzeit mit 13,80 Sekunden die Nase vorne.
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