Manchmal auch Ersatzeltern

Dirk Grafe. Bild: hia
Lokales
Speichersdorf
05.05.2015
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Bei der Diakonie ist alles in Ordnung, Grund zur Kritik fand Dirk Grafe in der Jahreshauptversammlung des Diakonievereins dennoch. Mit dem Staat, aber auch mit den Eltern ist der Vorsitzende nicht zufrieden.

Konstant hält sich die Mitgliederzahl des Diakonievereins bei 302, erklärte Pfarrer Dirk Grafe. Gar nicht konstant seien dagegen die Vorgaben der Politik. "Nahezu wöchentlich kommen Gesetzesänderungen und neue Vorgaben im Bereich der Kindertagesstätten und der Pflege", kritisierte Grafe. Das habe auch die Diakoniestation erfahren: Die holte sich zwar die Note 1,0 bei der Bewertung 2014. Zwischenzeitlich gelte dies jedoch nicht mehr, die Bewertung durch den Medizinischen Dienst sei abgeschafft worden.

Kritische Worte fand Grafe auch für manche Eltern: "Am liebsten möchten manche ihr Kind montags um 6 Uhr abgeben und es freitags 17 Uhr wieder abholen." In den Kitas seien die Beschäftigten oft Ersatzeltern geworden. Eine Herausforderung bleibe die Tagespflege. Die Planungen dafür laufen. Die Singles von heute seien die Heimbewohner von morgen. "Wo sollen all die Plätze dafür herkommen."

Der Vorsitzende dankte den Mitarbeitern für ihre Arbeit und den Mitgliedern für die finanzielle Unterstützung. "Nur im Miteinander können wir die Aufgaben des Diakonievereines zum Wohl der uns anvertrauten Menschen erledigen."

Dank und Lob zollte Bürgermeister Manfred Porsch. Die Diakonie sei ein Glücksfall für die Gemeinde. Respekt sprach er dem Vorstand aus, der ehrenamtlich einen der größten Arbeitgeber der Gemeinde glänzend führe.
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