Mehr Unternehmen als Verein

Lokales
Speichersdorf
14.01.2015
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"Wir sind einer der am besten aufgestellten Zeltlagervereine im Bundesgebiet", erklärte Vorsitzender Max Haas in der Hauptversammlung. Belohnung: Der Verein erzielte 2014 die höchsten Umsätze der Vereinsgeschichte.

"Wir führen ein Unternehmen, in dem viel Arbeit steckt", beschrieb Haas den Zeltlager- und Jugendheimverein. Zu dieser Arbeit gehörten 2014 die Erneuerung der Holzlege im Freizeitgarten und die Sanierung der Duschen im Valentin-Kuhbandner-Heim. Zum Schutz der Kinder gebe es einen Zaun am Immenreuther Gasbehälter.

Bauhofmitarbeiter der Gemeinden Speichersdorf und Immenreuth sowie Landwirt Bernhard Deubzer aus Lettenhof hätten beim Heckenschneiden geholfen. Stolz ist der Vorsitzende auf die neuen Kunststofffenster mit Dreifachverglasung. Angela Fraunholz regte die Erneuerung der Matratzen und Überzüge an.

Das Valentin-Kuhbandner-Heim beherbergte 39 Gruppen mit 993 Kindern und 2650 Übernachtungen. Der Zeltlagerplatz wurde von zwei Gruppen mit 14- bis 17-Jährigen zu Schulungszwecken, von sechs Belegegruppen mit 628 Teilnehmer genutzt. Die Nachfrage sei so groß, dass nicht alle Anfragen bedient werden könnten. Die attraktiven Wochen und Wochenenden 2016 seien bereits vergeben. Dank galt Günther Reichenberger, der als Ansprechpartner fungiere und den Kontakt zwischen Gruppen und Gemeinde herstelle. Jürgen Degin halte das Heim, den Freizeitgarten und den Zeltlagerplatz in Schuss. Nina Brehm fungiere als guter Geist. Unverzichtbar sei Elfriede Haas, die die Ordnung kontrolliere. Kritik übte Max Haas an der Gemeinde, weil Speichersdorf noch nicht Teil des Verkehrsverbunds Nürnberg ist. Der VGN bringe riesigen Nutzen, etwa für die Wanderer. Das Falkenheim sei fünf Minuten vom Bahnhof entfernt.

2013/2014 verzeichneten das Heim und der Zeltlagerplatz die höchsten Umsätze der Geschichte des Vereins, so Kassier Wilfried Schlöger. Finanziell schlugen die Sanierungsmaßnahmen und Anschaffungen zu Buche. Zuschüsse und Spenden haben die Ausgaben abgefedert. Große Kostenfaktoren seien Wasser, Kanal, Strom und Gas. Zwei Prüfungen durch Rentenversicherung und Finanzamt hätten keine Beanstandungen ergeben. Eine Verpachtung der Dachflächen sei überlegenswert, meinte Schlöger. Nicht an Lob sparte Revisor Hermann Eisenhut.

Dietmar Schlöger hat sich aus dem Vorstand zurückgezogen, berichtete Haas vor den Neuwahlen. Ruth Brehm folgt als Beisitzerin nach. Die Arbeit sei aufgeteilt auf Nina Brehm und Jürgen Degin. Der Vorstand wurde im Amt einstimmig bestätigt.

Im Bericht der Falken erwähnte Vorsitzender Markus Gillich Kinderfasching, Ostermarkt, Kids-Camp, Tag des Kindes, Kanuwandern, Zeltlager, Herbstnacht, Theateraufführungen, Weihnachtsmarkt und Seniorennachmittag. Mit Blick auf 2015 wurde eine Photovoltaikanlage für das Zeltlagerplatzgebäude diskutiert. Allerdings wäre eine solche wohl nicht wirtschaftlich. Der Dachaufbau sei geeignet, weshalb man die Planung dennoch im Auge behalte.
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