Nahwärmekonzept eingedampft

Dr. Diana Hehenberger-Risse (Kewog) und Diplom-Ingenieur Josef Konradl vom Zentrum für rationale Energieanwendung und Umwelt stellten das abgespeckte Konzept vor. Bild: ak
Lokales
Speichersdorf
24.10.2014
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Nahwärme die Zweite: Nachdem die große Lösung gescheitert ist, beschäftigte sich der Gemeinderat mit einer abgespeckten Variante. Kritik gibt es auch an den neuen Planungen.

Das Thema Nahwärmeversorgung hatte sich der Gemeinderat erneut auf die Tagesordnung gesetzt, allerdings in kleinerem Maßstab. Die Kewog-Energie und Dienste GmbH legte Pläne für das Speichersdorfer Ortszentrum vor.

Diana Hehenberger-Risse von der Bioenergie Speichersdorf GmbH und Diplom-Ingenieur Josef Konradl vom Zentrum für rationale Energieanwendung und Umwelt (ZREU) erläuterten die Möglichkeiten. "Unsere Planung zielt auf die Versorgung der öffentlichen Gebäude Schulzentrum, Rathaus, Luise-Elsässer-Haus und die privaten Gbeäude an der Fernwärmetrasse Oberer Markt und Rathausplatz", erklärte Hehenberger-Risse. Für die öffentlichen Gebäude ist der größte Anteil des Wärmebedarfs eingeplant: von 2200 Megawattstunden (MWh) würde die Gemeinde 1290 MWh beziehen. Entstehen soll die Energie im Hackschnitzel-Kraftwerk.

Die Rohstoffpreise liegen bei 8 Cent für die Kilowattstunde (kwh) für Gas und 3,3 Cent/Kwh für Hackschnitzel. Geplant ist ein 200-Kubikmeter-Hackschnitzelbunker. Als Jahresverbrauch sind 8050 Tonnen oder 3220 Raummeter kalkuliert. Von einst geplanten elf Kilometern Leitung blieben 650 Meter übrig. Als Investitionssumme sieht die Planung 1 204 000 Euro netto vor. Hauptausgabeposten sind der Biomasseheizkessel mit 850 Kilowatt Leistung (250 000 Euro), die hydraulische, elektrische und Regelanlage (270 000 Euro) sowie die Fernwärmeleitung (260 000 Euro).

Hehenberger-Risse schlug einen Förderantrag beim Amt für Ländliche Entwicklung vor. Dazu sollten Lieferverträge mit den Privatkunden geschlossen und die Verträge der eigenen Gebäude aktualisiert werden. Für Umsetzungs- und Planungskosten von 97 000 Euro rechne sie mit 75 Prozent Zuschuss. Die kommunale Bioenergie GmbH soll die Aufgabe übernehmen. Kritik an den Plänen gab es von der CSU. Zweite Bürgermeisterin Simone Walter monierte, dass sich das Energiekonzept nur auf dieses Projekt konzentriere.

Wolfgang Hübner forderte Gespräche mit den Privatnutzern, bevor es weitere Planungen und Kosten gibt. Alle Fraktionen stimmten dem zu.
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