Sogar Oberpfälzer feiern mit

Lokales
Speichersdorf
11.06.2015
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Es war kein Volks-, es war ein Völkerfest: Speichersdorfer aus 25 Nationen stellten beim Fest der Kulturen sich, ihre Bräuche und vor allem ihr Essen vor.

Sich begegnen und kennenlernen: Dazu sollte das Fest der Kulturen den 25 Speichersdorfer Nationen die Möglichkeit bieten. Sechs Stunden dauerte das Fest rund um die Sportarena.

Caritas-Geschäftsführer Hermann Hinterstößer war begeistert, was seine Mitarbeiterin Dolores Longares-Bäumler, Gemeinde, Kirchen und Vereinen vorbereitet hatten. Gekommen waren auch viele Besucher aus dem Umland. Jeder Fünfte der 6000 Speichersdorfer hat Migrationshintergrund. Ihrer aller Nationalflaggen schmückten das Fest. Elena Schumacher (Russland), Melek Goektas (Türkei), Rachel Thorneywoh (England), Salima Elbali (Marokko), Ju Tha Ha (Thailand), Anita Kopp (China), Carmen Longares (Spanien) begrüßten in ihrer Landessprache. Pfarrer Sven Grillmeier steuerte dann noch ein Oberpfälzer "Schei, dass'ds do saits" bei.

"Wir alle zeigen, dass wir Speichersdorfer sind, ungeachtet unserer Sprache oder Religion", sagte Longares-Bäumler. Sie freue sich, dass sich tatsächlich viele Bewohner von selbst einbrachten. So sei ein farbenprächtiges Unterhaltungsprogramm und ein wahrhaft weltumspannendes Büfett entstanden. Die Bauhofmitarbeiter sorgten für den Ausschank und die Biergartenorganisation.

Den Auftakt zum Kulturprogramm machte am Nachmittag eine türkische Kindergruppe. Die Kinder dankten in ihren Liedern Gott für die fünf Sinne und besangen das Leben in der Türkei. Verschiedene Ensembles der Bayreuther Übersiedler Tanzgruppe Colibri um Irina Prykhodzka wechselten sich mit Auftritten der Volkstanzgruppen der Landjugend Plössen in Dirndl und Lederhose ab. Die Hochstapler stellten ihren Sport Speedstacking vor. Die Samba-Secco-Gruppe steuerte brasilianischen Rhythmus bei. Die Tanzgruppe Buket um Eugenia Fleck erhielt ebenfalls Beifall. Auf dem Bolzplatz wartete eine Spielstraße mit Kinderschminken, Lebendkicker, Speedstacking, Hüpfburg und Graffiti-Wand. Reißenden Absatz fanden das interkulturelle Speichersdorfer Kochbuch und das Buch "Angekommen - Die Welt zu Hause in Speichersdorf", das die Geschichten nichtdeutscher Speichersdorfer erzählt.
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