Speichersdorf trauert um Kriegs- und Terroropfer - Keine Hetze gegen Flüchtlinge
Keine Angst vor Überfremdung

Lokales
Speichersdorf
17.11.2015
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Im Schatten der Pariser Terroranschläge standen auch die Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Kirchenlaibach, Frankenberg, Speichersdorf, Wirbenz und Windischenlaibach.

Pfarrer Sven Grillmeier prangerte Vorbehalte, Vorurteile und Hetze gegen Flüchtlinge an. "Wer auf christliche Werte baut, braucht keine Angst zu haben vor Überfremdung." Mit dem Marsch "Lob und Ehr" von den Speichersdorfer Musikanten und begleitet von 15 Fackelträgern des Soldaten- und Kriegervereins sowie der Feuerwehr bewegte sich dann der Ehrenzug zum Kriegerdenkmal. Die Reservistenkameraden Norbert Kausler und Helmut Würfel stellten am Mahnmal die Ehrenformation. Hier stimmten der katholische Kirchenchor und Chor der Musikfreunde "Gott wird dich tragen" an.

"Der Terroranschlag auf unschuldige Menschen macht uns fassungslos", sagte Bürgermeister Manfred Porsch. Der Angriff gelte nicht nur Paris, sondern der gesamten Menschheit. Zur Flüchtlingskrise sagte er, dass es ein Akt der Menschlichkeit sei, Notleidenden zu helfen. Gleichwohl gelte es, den Zustrom zu steuern und zu begrenzen, um die Gesellschaft nicht zu überfordern. Es müsse den Vereinten Nationen gelingen, die Ursachen der Flucht zu bekämpfen, um den Flüchtlingen in ihrer Heimat Sicherheit zu geben. Salutschüsse, das "Lied vom Kameraden" sowie Bayern- und Nationalhymne beschlossen die Feier.
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