Tot sein wird teurer

Nach 20 Jahren wird die Kommune die Gebühren für den Speichersdofer Friedhof erhöhen, um das stete Defizit auszugleichen. Bild: ak
Lokales
Speichersdorf
30.07.2015
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Gewinner und Verlierer bei der Rechnungsprüfung gab es im Speichersdorfer Gemeinderat: Bestimmte Vereine freuen sich über die neuen Zuschussrichtlinien. Keine Freude gibt's bei den Grabbesitzern: Sie müssen sich auf deutlich höhere Gebühren einstellen.

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause berichtete dritter Bürgermeister Rudi Heier als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses vom Ergebnis der Jahresrechnung 2013. Die Ausschussmitglieder prüften an drei Abenden im April mit Unterstützung der Mitarbeiter der Gemeindekasse und Kämmerei den Kassenverkehr und das Jahresergebnis.

"Der Ausschuss bittet, die Vereinsrichtlinien und die freiwilligen Zuschusszahlungen zu überarbeiten. Dabei soll auch über die Aufnahme von kultureller Tätigkeit der Vereine diskutiert werden", erklärte Heier. Bereits 2014 wurde den Vereinen ein Fragebogen übersandt. Die Auswertung erfolgt noch. Bürgermeister Manfred Porsch kündigte einen Vorschlag unter Beratung im Finanzausschuss an.

Zum Einheben von Herstellungsbeiträgen für die Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlage lobte der Ausschuss die Verwaltung. Die Verbescheidungen für 2011 bis 2014 erfolgten zeitnah und die Beiträge gingen nahezu lückenlos ein. Weniger zufrieden war der Ausschuss mit dem Rechnungsergebnis im Friedhofswesen. Den Einnahmen von 9087 Euro standen Ausgaben in Höhe von 13 462 Euro gegenüber. Es entstand erneut ein Fehlbetrag von 4374 Euro. "Eine Gebührenneuberechnung unter Einbeziehen der Fehlbeträge ist in den nächsten zwei Jahren für den kommunalen Friedhof unumgänglich, um Kostendeckung zu erreichen", stellte Heier fest.

Bürgermeister Manfred Porsch fügte an, dass die Gebühren im Vergleich zu anderen Friedhöfen sehr günstig sind und seit 20 Jahren nicht angepasst wurden. "Ein Doppelgrab kostet bei uns 200 Euro pro Jahr, in anderen Gemeinden bis zum Vierfachen", meinte das Gemeindeoberhaupt. Auch seitens der Kirchen wird eine Gebührenerhöhung anschließend erwartet.

Zum Betrieb der Gemeinschaftshäuser wie in Windischenlaibach und Plössen schlug der Ausschuss vor, eine einheitliche Nutzungsregelung zu schaffen. Diese wird nach Rücksprache mit der Verwaltung in Kürze ausgearbeitet und dem Gemeinderat oder Finanzausschuss zur Beratung vorgelegt. Porsch ergänzte, dass die Gemeinde einen Teil der Energiekosten übernehmen wird, aber auch die Nutzer ihren Betriebsanteil mittels Nutzungsgebühren tragen müssen. Der Ausschuss stellte fest, dass die freiwilligen Entschädigungen für Zeugwarte und Jugendleiter der Feuerwehren seit 1983 nicht erhöht wurden. Heier schlug eine Anpassung vor. Porsch erklärte dazu, dass die Verwaltung mit dem Kreisbrandrat und Nachbargemeinden zu diesem Thema Verbindung aufnehmen wird.

23 611 Euro betragen der Gemeindeanteil und gleichzeitig das angefallene Defizit für die Musikschule im Fichtelgebirgsverein für 2014. Porsch verdeutlichte, dass die Führung ehrenamtlich arbeitet und die angestellten Musiklehrer nach Tarif bezahlt werden. Derzeit besuchen rund 140 Schüler die Lehreinrichtung. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Defizit zu tragen. Das Gremium dankte allen Kräften für ihren Einsatz.

Porsch gab folgende Sitzungstermine des Gemeinderates bekannt: 31. August, 21. September, 19. Oktober, 9. November, 30. November, 21. Dezember jeweils um 19 Uhr; Bauausschuss: 3. August, 7. September, 26. Oktober, 7. Dezember jeweils um 18 Uhr.
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