Unzerbrechlich

Lokales
Speichersdorf
25.06.2015
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Die Freundschaft unter Porzellinern ist wie ein hochwertiges Service: Beide gewinnen mit der Zeit an Wert - zumal in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Wie viel ihnen das jährliche "Fest unter Freunden" bedeutet, bewiesen 150 Keramiker aus fünf Ländern.

Auch zum 22. Treffen in der Tauritzmühle waren die Teilnehmer trotz nasskalter Witterung der Einladung von Organisator Dietmar Preißinger gefolgt. Es hatte etwas von einer Familienfeier, das Porzelliner-Treffen unter der Linde der Tauritzmühle. Inzwischen beteiligen sich auch Firmen, die Industriekeramik wie Fliesen produzieren, sowie Maschinenbauer. 150 Gäste aus Holland, Frankreich, Tschechien, Italien sowie alle nennenswerten Porzellanhersteller Deutschlands waren vertreten. Zu ihnen gesellte sich Porzellankönigin Larissa I. (Bothner), eine gebürtige Kemnatherin.

Preißinger wies auf die anhaltend schwierige Situation in der Porzellanindustrie hin und gab zu bedenken, dass auch Industriekeramik einen sehr erfolgreichen Wirtschaftszweig innerhalb der Keramikindustrie darstelle. Das bestätigten der Tirschenreuther Franz Trottmann, Chef der Modellabteilung vom Rosenthal-Werk Rothbühl (Selb), Abteilungsleiter Udo Scharnagl und Betriebsleiter Michael Heuschmann von der Weidener Firma Bauscher mit 400 Mitarbeiter. Gast war auch Heuschmanns Vorgänger und Ruheständler Karl Dietz, Plößberg, der alle zwei Wochen im Betrieb vorbeischaut.

Lieferanten und Wettbewerber säßen im gleichen Boot bei Problemen wie der Suche nach Auszubildenden und Facharbeitern sowie beim Preisdruck durch Energiekosten, erklärte Heuschmann. Den internationalen Wettbewerb spürten sie schon, sagte er. "Den asiatischen Markt merken wir bei Bauscher eher weniger." Heuschmann lobte vor allem den unbürokratischen und freundschaftlichen Charakter des Festes. Hier treffe sich eine überschaubare Familie. So eine sympathische Veranstaltung müsse erhalten bleiben.

Der Fichtelgebirgsverein Speichersdorf, unterstützt von der Sportgruppe Thomas am Kulm, sorgte für den gastlichen Rahmen. Die Speichersdorfer Musikanten unterhielten mit böhmischer Musik. Nach einem Frühschoppen gab es Spanferkel, Reiberdotsch mit Apfelmus sowie gegrillte Forelle. Ingo Sporbert hatte 40 Laib Holzofenbrot gebacken. Nach Kaffee und Kuchen gab es Pizza aus dem vereinseigenen Steinbackofen.
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