Viel Arbeit am Aushängeschild

Ein Idyll: Allerdings droht die Natur an der Tauritzmühle völlig die Überhand zu gewinnen. Der Fichtelgebirgsverein muss das Gebäude deshalb dringend sanieren. Bild: ak
Lokales
Speichersdorf
21.05.2015
0
0

Das Schmuckstück glänzt nicht mehr richtig: Der Fichtelgebirgsverein möchte seine Tauritzmühle sanieren. Für den Speichersdorfer Gemeinderat ist es kein Thema hier mitzuhelfen.

Der Fichtelgebirgsverein plant die Sanierung der Wanderschutzhütte Tauritzmühle samt Nebengebäuden. Dazu beantragt die über 1000 Mitglieder zählende Ortsgruppe einen kommunalen Zuschuss. Rund 133 000 Euro sollen die Arbeiten kosten. "Mit der Tauritzmühle verfügt der Verein über eine der größten Einrichtungen dieser Art im Fichtelgebirgsverein und im Landkreis Bayreuth. Wer das Gebäude kennt, weiß, dass die Sanierung angebracht ist", erläuterte Bürgermeister Manfred Porsch.

Der Fichtelgebirgsverein hat die Tauritzmühle 1984 eröffnet. Nach dieser Nutzungszeit sind Bauschäden aufgetreten. Hauptsächlich Nässeschäden nagen am Gebäudebestand. Dies betrifft vor allem den hofseitigen Kellerbereich. Sickerwasser hat den Putz im Treppenaufgangs- und Kellerbereich geschädigt. Zudem muss an der Außentreppe zum Keller das Regenwasser besser abgeleitet werden. Neben dem Innenputz sind Drainagearbeiten an den Außenmauern und die Überdachung des Kellertreppenabganges geplant. Die Toiletten im Keller erhalten eine neue Belüftung. Die Ölheizung soll nach der Planung des Architekturbüros Franc Dierl ersetzt werden. Damit ist auch eine Kaminsanierung erforderlich.

Am Nebengebäude muss der Gewölbekeller abgedichtet und drainiert werden. Im dortigen Saal gibt es ebenso Feuchteschäden. Eingangstüre und Lüftung bedürfen der Erneuerung. Weiter werden die Zugangstüren wärmegedämmt erneuert. Im Dachgeschoss ist das Dekorationsgebälk des Schlafsaales vom Holzwurm befallen. Diese sind zu entfernen und die Schädlinge in der weiteren Holzkonstruktion zu bekämpfen. Danach soll eine neue Decke in Trockenbauweise eingezogen werden. Der Backofen weist im Bereich der Wände starke Materialrisse auf und wird grundhaft saniert.

Porsch erläuterte, dass die Gemeinde bei Vereinen mit Jugendarbeit einen Zuschuss von 7,5 Prozent der förderfähigen Kosten gibt. Er schlug vor den aus der Kostenermittlung sich errechnenden Zuschuss in Höhe von 9975 Euro mit einer Obergrenze von 10 000 Euro zu deckeln. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Sanierung mit der vorgenannten Förderung zu unterstützen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.