Viel Lärm um nichts

Der Einmündungsbereich mit notwendiger Linksabbiegespur nach Wirbenz. Bild: ak
Lokales
Speichersdorf
09.09.2015
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Bis die Bedingungen und Wertungen des nächsten Bundesverkehrswegeplans gesetzt sind, dauert's. Damit lässt eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssicherheit an beiden Ortseinfahrten nach Wirbenz auf sich warten. Doch eine Minderung der Lärmbelastung gibt's schon bald.

Der Antrag der Gemeinde, die Zufahrtsverhältnisse und damit die Verkehrssicherheit nach Wirbenz im Osten und Westen an der Bundesstraße 22 zu verbessern, liegt auf Eis. Bürgermeister Manfred Porsch berichtete dem Bauausschuss, dass das Staatliche Bauamt Bayreuth den Bau einer Linksabbiegespur aus Kemnath kommend momentan nicht weiter verfolge.

Ortsumgehung dauert

Grund dafür ist die Bewertung einer Ortsumgehung für Wirbenz für den Bundesverkehrswegeplan. Die für 2015 angekündigten Bewertungsergebnisse werden zeigen, mit welcher Dringlichkeit die geplante Ortsumgehung der B 22 in den Plan aufgenommen wird. Dieses Ergebnis wird auch die Planungen für Abbiegespuren an den beiden Ortszufahrten und zur Kreisstraße BT 18 beeinflussen. "Uns wäre vor allem die Westanbindung wichtig, da dort aufgrund der hohen Geschwindigkeit der aus Kemnath kommenden Verkehrsteilnehmer eine erhebliche Gefahr für und durch Linksabbieger besteht", erklärte Porsch. Sofern eine Ortsumgehung zeitnah komme, sei eine Verbesserung im Bestand nicht vorgesehen. Das Bauamt wies darauf hin, dass die Unfallstatistik von 2012 bis 2015 für den Bereich Wirbenz-B 22 keine Auffälligkeiten ergab. In nächster Zeit wird zudem der Abbiegeverkehr an beiden Einmündungen gemessen. Nach Schreiben des Bauamts erhält die B 22 Ende September bis Anfang Oktober im Ortsbereich Wirbenz einen lärmarmen Fahrbahnbelag.

Der Bürgermeister trübte jedoch die Hoffnungen, dass die geplante Ortsumgehung im nächsten Jahrzehnt komme. Aufgrund des Bewertungs- und Verfahrensstandes sei damit nicht bald zu rechnen. Die Gemeinde werde in Sachen Verkehrssicherheit nicht lockerlassen. Die Fortschritte beim Grunderwerb zum Ausbau des Radwegenetzes entlang der Bundesstraße lobte das Bauamt ausdrücklich.

Nächste Sitzung verschoben

Gemeinderat Franc Dierl (CSU) wies auf die momentane Nutzung des Tressauer Parkplatzes als Bauaushublagerplatz hin. Dieser solle eigentlich für Wanderer zur Verfügung stehen. Porsch erläuterte, dass dort Material aus der Breitbandverkabelung lagert. Das wird bis Jahresende von der Baufirma beseitigt. Günter Vogel (CSU) fragte nach dem Stand der Breitbandverkabelung. Der Rathauschef berichtete, dass die Tiefbauarbeiten bald beendet seien. In den nächsten beiden Monaten würden die Kabelverbindungen hergestellt und die Technik installiert. Die Fertigstellung Ende November stehe und sei vertraglich gesichert.

Wegen der Einladung zu Pfarrer Sven Grillmeiers 40. Geburtstag ist die Gemeinderatssitzung auf Montag, 28. September, verschoben.
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