Geständnis des Angeklagten erspart seinem jungen Opfer die Aussage
Bewährung für Kindsmissbrauch

Vermischtes BY
Speichersdorf
05.02.2016
74
0

Speichersdorf. Mit einer Bewährungsstrafe endete eine Verhandlung vor dem Bayreuther Amtsgericht gegen einen Speichersdorfer. Dort musste er sich wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Besitzes von Kinderpornografie verantworten.

Im Mai vergangenen Jahres soll der Angeklagte einem Jungen Hose sowie Unterhose heruntergezogen und ihm zwischen die Beine gefasst haben. Zwei Tage später wiederholte sich der Vorfall in einer Scheune, die dem Mann als Lager diente. Bei einer Hausdurchsuchung stellte die Polizei in dessen Wohnung mehrere CDs und Speichermedien mit kinderpornografischem Inhalt sicher.

In der öffentlichen Hauptverhandlung räumte der Beschuldigte den Tatvorwurf ein und zeigte sich reumütig. Durch sein Geständnis ersparte er dem Gericht eine Beweisaufnahme und dem Jungen eine Aussage vor Gericht. Er sei über seine Handlung selbst angewidert und entsetzt gewesen, erklärte er Richter Thorsten Meyer. Deshalb habe er sich auch gleich nach dem Vorfall bei dem Jungen entschuldigt. Außerdem habe er sich sofort einer Therapie unterzogen.

Mit der Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung blieb der Richter deutlich unter dem geforderten Strafmaß der Staatsanwaltschaft. Sie hatte für eine Haftstrafe von einem Jahr und fünf Monaten plädiert. Zugute kam dem Beschuldigten, dass er bisher nicht vorbestraft war.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.