Ein Hauch von Syrien in der Grund- und Mittelschule
Beim Kochabend isst niemand Biryani und Pizza alleine

Vermischtes
Speichersdorf
16.06.2016
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Ein Hauch von Syrien durchzog die Küche der Grund- und Mittelschule. Denn Migrationsberaterin Dolores Longares-Bäumler vom Caritasverband Bayreuth hatte besondere Gäste zum 49. Kochabend geladen: Aisha Mohammed Salim und ihre Tochter Schaza Kaled Hagi (16). Sie bescherten den Teilnehmern nicht nur einen interessanten, sondern auch ergreifenden Abend. Die 51-Jährige kam 2001 nach einem neunmonatigen Weg mit ihren vier Kindern alleine nach Bayreuth. Dort wohnte sie acht Jahre in der Gemeinschaftsunterkunft in der Wilhelm-Busch-Straße. Mittlerweile lebt die dreifache Großmutter mit zwei Söhnen und ihrer Tochter in der Altstadt. Mit Aisha Mohammed Salim und Schaza Kaled Hagi bereiteten die Frauen Biryani, ein Reisgericht mit gerösteten Mandeln, gebratenen Rosinen, gekochtem Hähnchenfleisch und Karotten, zu. Ein weiteres Hauptgericht war Pizza nach syrischer Art. Auf einen Hefeteig aus Mehl, Milch, Eier, Butter und Salz wurde eine selbst gemachte Soße verteilt. Jeder konnte dann seinen Fladen selbst belegen. Nicht minder lecker war Melone mit Schafskäse als Nachspeise. Bei dem dreistündigen Kochabend blieb auch viel Zeit, um von Aisha und Schaza mehr über ihre Heimat zu erfahren. Insbesondere schilderten sie die syrische Esskultur: "Man isst nie alleine. Die Familie ist immer versammelt", berichtete Salim. Sie und ihre Familie seien in Bayreuth bestens integriert. Bei vielen Veranstaltungen sind sie dabei und leisten sehr häufig Übersetzungsdienste. "Wir wollen das zurückgeben, was wir hier in Deutschland an Gutem bekommen haben", meinte die 51-Jährige. Bild: hia

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