Frühlingskonzert der Musikschule mit 70 Akteuren
Schwungvoll in den Frühling

Rockige Töne lieferte das Gitarrenensemble mit dem "Red River Rock".
Vermischtes
Speichersdorf
19.04.2017
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Das Nachwuchsorchester der Musikschule unter Leitung von Norbert Lodes schenkte den über 200 Zuhörer musikalisch "Tequila" ein. Bilder: hai (2)

Michael Pöllath sollte recht behalten, als er erklärt, dass Musik mehr sei "als die klangliche Wiedergabe von Noten". Was der Leiter der Musikschule das Fichtelgebirgsvereins (FGV) damit meint, erfahren die über 200 Zuhörer beim folgenden dreistündigen Frühlingskonzert.

Über 70 Akteure sorgten in der Festhalle mit einem Blumenstrauß bunter Melodien für einen Hörgenuss der besonderen Art. Traditionell sorgte das Orchester unter Leitung von Norbert Lodes mit Polka-, Marsch- und Schlagermusik für den klangvollen Rahmen des 21 Auftritte und sämtliche Instrumentalgattungen umfassenden Programms. Da waren einmal der "GrafZeppelin-Marsch" von Carl Teike, dann die "Finkensteiner Polka" von A. Pfluger, "Hinterm Horizont geht's weiter" von Udo Lindenberg, arrangiert von Heinz Briegel, sowie die "Herb Albert Golden Hits" von Steve McMillan. Er hatte hier "A Taste of Honey", "Spanish Flea", "Tijuna Taxi" und "So what's new" verarbeitet.

Mit Rebekka Fürst, Hartmut Gebelein, Georg Gebert, Sebastian Koch, Miroslav Liska, Norbert Lodes, Donald MacKay, Ulrike Reichel-Greber und Luzia Stelzer verfügt die Musikschule über neun staatlich geprüfte Musikpädagogen., die 150 Schüler unterrichten. Über 40 von ihnen stellten ihr Können unter Beweis. Am Klavier unterrichtet Gebelein Bram Kleyman, der die Serenade "Frankreich" erklingen ließ. Luzia Stelzer hatte mit Samuel Fries "Prelude" von Frederic Chopin einstudiert. Zu den Fortgeschrittenen zählt Carina Schmidt, was bei "See you again" von Justin Franks zu hören war. Auf dem Flügel ließen Jennifer Barakow und Gebelein beim "Scherzo" von Anton Diabelli sowie Helene Bauer und Stelzer aus der Sonate D-Dur, 2. und 3. Satz, von Wolfgang Amadeus Mozart ihre Hände übers Manual fliegen. Auf dem Keyboard trug Corinna Scherer "Country Roads" von John Denver vor.

Auf der Blockflöte stimmte Jahn Miley (7), begleitet von Rebecca Fürst, das "Tänzchen" von G. Engel an, auf der Querflöte Viktoria Krämer aus der Pop-Suite "1. Latin" von D. Hellmann. Das Prädikat "spitzenmäßig" ernteten Constantin und Julia (7) Heimann aus Seybothenreuth. Nach einem Jahr spielten die Schüler von Norbert Lodes als Solisten auf der Trompete den "Lederhosenländler", "Nil Holgerson", "Sierra Madre" und "Probier's mal mit Gemütlichkeit".

Sophia Bauer Kimi Böhmer, Nico Höllerl und Jannis Klusacek bildeten ein Schlagzeug-Quartett. Die Schüler von Donald MacKay brachten mit "Casa", arrangiert von Donald Mackay, Rhythmus in die Festhalle. Zu den schwierigsten Blasinstrumenten zählt das Tenorhorn Euphonium. Nach Orchestermitglied Dominik Busch wagte sich auch Sebastian Kopp daran, der seit dreieinhalb Jahren bei Norbert Lodes in die Schule geht und ein Menuett von Johann Sebastian Bach zur Aufführung brachte.

Ein ungeahnten Aufschwung erlebt aktuell die Violinenabteilung. Unter Leitung von Ulrike Reichel-Greber spielten Laura Hertel, Jessica Sieber, Adam Mühlhöfer, Daniel Fries, Amelie Schmidt, Dagmar Sieber, Beate und Salome Went sowie Julia Ebel ein Menuett von Johann Sebastian Bach, begleitet am Klavier von Viktor Fries. Als Quintett stimmten Beate und Salome Went, Julia Ebel, Dagmar Sieber und Nico Schubert "Makin' Whopee" von W. Donaldson an.

Ein Akkordeonensemble bildeten Florian Dötsch, Jens Küffner und Georg Gebert, begleitet am Schlagzeug von Sven Küffner bei der "Feschen Mhika", arrangiert von T. Schlunk, und einem Medley "A la James Last", arrangiert von Renato Bui. Als Solisten hatten sie das "Steierische Trachtenfest" von S. Kokály und den Spanischen Marsch von Otto Eckelmann mitgebracht. E-Gitarre, Bass-Gitarre und Gitarre hatten Christian Kolbeck und Patrick Reiß mit ihrem Lehrer Sebastian Koch zu einem Trio zusammengefügt und dafür den "Red River Rock" ausgewählt.

Ein Herzensanliegen Lodes' ist das Nachwuchsorchester. In einem neuen Projekt hat er seit Oktober 2015 ein Vororchester mit Nachwuchsspielern aller Instrumentengattungen zusammengestellt. Beim Frühlingskonzert gaben Timo Busch, Verena Horn, Julia Heimann, Tobias Lodes, Sebastian Kopp, Sven und Jens Küffner mit "Tequila" von Chuk Rio ihr Debüt

Ein dickes Lob für das hohe Niveau zollte Bürgermeister Manfred Porsch der Musikschule. "Menschen erfahren in der Musik Selbstverwirklichung." Wer musiziere, sei nicht allein. Musik vermittle menschliche Zuwendung und kenne keine Grenzen. "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum", zitierte er Friedrich Nietzsche.
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