Speichersdorfer BI und die neuen Trassenpläne
Immer noch dagegen

Anke Gräbner zeigte, wie eine mögliche Stromtrasse durch Speichersdorfer Gebiet in Richtung Oberpfalz verlaufen könnte. Bild: hia
Vermischtes
Speichersdorf
07.10.2016
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Der Süd-Ost-Link hilft nicht der Energiewende, sondern Netzbetreibern und großen Stromversorgern beim Reichwerden. Das erklärte Annke Gräbner bei einem Treffen der Bürgerinitiative gegen die Stromtrasse. Sie will den Widerstand nicht aufgeben.

Speichersdorf. Die Sprecherin der Initiative "Speichersdorf sagt Nein zur Monstertrasse" und ihr Kollege Hans Schmid diskutierten mit Gemeinde- und Landratsamtvertretern, Verbänden und Bürgerinitiativen den Süd-Ost-Link.

Kriterien beachten


Zuvor hatte ein Forum von Netzbetreiber Tennet die BI-Sprecherin informiert. Gräbner erläuterte mögliche Trassenverläufe und Auswahlkriterien. Ein Trassenkorridor durchquert die Gemeinde zwischen Göppmannsbühl und Roslas.

Hier habe Tennet eine Trasse vorgeschlagen, die von Weidenberg kommt und zwischen Döberschütz und Fischbach durchführt sowie durch die Tauritzmühle und den Tressauer Parkplatz geht. Sie durchquert dann die B 22 und Bahnverbindung Kirchenlaibach-Immenreuth und führt südlich über Lettenhof, zwischen Wirbenz und Roslas durch weiter nach Löschwitz und Reuth bei Kastl.

"Ich sehe die Durchschneidung des Speichersdorfer Gebiets kritisch", meinte Gräbner. Im Bereich Göppmannsbühl-Wirbenz gebe es Widerstände wie Windkrafträder oder die Mülldeponie bei Teufelhammer. Kritik gab es auch am Forum. Es sei keine Kritik zugelassen worden.

Gräbner zweifelt nach wie vor die Notwendigkeit der Leitung an. Tennet-Vertreter hätten zugegeben, dass die Kosten durch die Erdverkabelung explodieren. "Sie wollen die Trasse mit aller Gewalt durchziehen. Zahlen wird am Ende der Stromkunde." Bis 4. November könnten Bürger Anregungen und Bedenken bei Tennet einreichen. In Speichersdorf soll das gebündelt über die Gemeinde erfolgen.

Bis die Planung durch die Instanzen ist und im Jahr 2025 Strom fließt, sei die Technik veraltet, kritisierte Hans Schmid. Durch die Verkabelung hätten sich auch viele Landes- und Kommunalpolitiker ins Boot holen lassen. Er sei schockiert, "dass für viele Bürger die Frage schon dadurch erledigt ist, dass das Kabel unter die Erde gelegt wird, ohne den Sinn zu hinterfragen und Folgen für die Natur zu sehen."

Für unterirdische Kabel sehe das Bundesimmissionsschutzgesetz keine Abstandsregelung vor. Hier ist man auf den Tennet-Projektleiter Andreas Herath angewiesen, der meinte: "Die Abstände zur Wohnbebauung sollen so groß wie möglich gehalten werden".
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Maria Estl aus Pullenreuth | 08.10.2016 | 12:44  
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