Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber oder Gold schmückt aktive Brandschützer
Ein Löschwagen voll Dank

7 Kameraden der Feuerwehren Speinshart und Tremmersdorf leisten seit 40 Jahren, 5 seit 25 Jahren aktiven Dienst. Bei einer Feierstunde im Gemeindezentrum zeichnete Landrat Andreas Meier (rechts) die langjährigen Brandschützer im Auftrag des bayerischen Innenministers mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold beziehungsweise Silber aus.
Freizeit
Speinshart
17.05.2017
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Brandschützer, die mit ihrem Gemeinsinn und mit ihrer Hilfsbereitschaft ein Beispiel für andere geben, standen im Gemeindezentrum Speinshart im Mittelpunkt einer staatlichen Ehrung. Im Namen des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann würdigte Landrat Andreas Meier die Verdienste der seit Jahrzehnten aktiven Feuerwehrmänner.

Ehrenamtliche Einsätze für die Gemeinschaft sind heutzutage gar nicht mehr so selbstverständlich. Erst recht außergewöhnlich ist es, wenn sich jemand 25 oder gar 40 Jahre lang um das Wohl anderer kümmert, von Familie und Arbeitsplatz wegrennt, wann immer er gerufen wird. Dann ist es nur recht und billig, wenn auch der Staat Zeichen setzt - wie mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen.

Ohne Feuerwehren geht gar nichts. Darin waren sich beim Ehrenabend für langjährige aktive Brandschützer im Sitzungssaal des Gemeindezentrums Kommunalpolitiker und Führungskräfte einig. Landrat Andreas Meier, Kreisbrandrat Richard Meier, Kreisbrandinspektor Wolfgang Schwarz, die Kommandanten Christian Höllerl (Speinshart) und Markus Hefner (Tremmersdorf), die Vorsitzenden Stefan Schedl und Wolfgang Merkl (Speinshart) sowie Martin Rodler und Andreas Diepold (Tremmersdorf), Bürgermeister Albert Nickl mit seinem Vize Roland Hörl und zahlreiche Gemeinderäte: Alle fanden für die zwölf Kameraden einen ganzen Löschwagen voll Dank.

Spezielle Anforderungen


Die Laudatio auf insgesamt 405 Jahre Feuerwehrdienst übernahm zunächst Bürgermeister Albert Nickl. Er skizzierte den umfangreichen Aufgabenbereich der Wehren im Allgemeinen und die speziellen Anforderungen in heutiger Zeit an die Brandschützer. Vom tropfenden Wasserhahn bis zum Großbrand, von verkehrslenkenden Maßnahmen bis zu Einsätzen bei Chemieunfällen: Immer sei es zuallererst die Feuerwehr, die der Betroffene anfordere. Dann seien Pflichterfüllung, Tatkraft, Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Kameradschaft gefragt, stellte Nickl mit Blick auf die Vorzüge der Brandschützer fest. Diese Hilfsbereitschaft sei unbezahlbar, würdigte er ihr uneigennütziges Engagement. Deshalb seien die Feuerwehrleute das größte Kapital der Gemeinde und eine großartige Bewegung auch im gesellschaftlichen Bereich, betonte der Bürgermeister. Er sprach dabei auch die gute Ausstattung der Wehren an, die einhergehe mit einem guten Ausbildungsstand.

Im Namen des "höchsten Dienstherrn" würdigte Landrat Andreas Meier die Feuerwehr-Kameraden als Musterbeispiele des Dienens und der Freiwilligkeit. Er verband seinen Dank mit Hinweisen auf Problemfelder, etwa Gaffer bei Unfällen, Behinderungen der Rettungskräfte, tätliche Angriffe und Diebstähle an den Einsatzorten: "Diese abgrundtiefen Dummheiten müssen die Ehrenamtlichen erdulden." Angesichts dessen befürchtet Meier auf längere Sicht eine Abschreckung von Ehrenamtlichen für den Dienst am Nächsten. Dieser Entwicklung müsse mit härteren Strafandrohungen begegnet werden, forderte der Landrat.

Signal zum Mimachen


Die Ehrenzeichen interpretierte er als äußeres Zeichen des Dankes und als Signal an Abseitsstehende, mitzumachen, zu helfen und damit Zeichen für die jüngere Generation zu setzen. "Die Auszeichnung steht auch für das Verständnis der Familien der Brandschützer und für Gemeinden, die Gemeinsinn fördern."

Für die Führungskräfte der Landkreis-Feuerwehren lobte Kreisbrandrat Richard Meier die Jubilare. Auf die Worte des Landrats eingehend bedauerte auch er: "Bei den Einsätzen werden die Sitten rauer." Deshalb appellierte er an die Wehren, sich bei Einsätzen nichts gefallen zu lassen: "Wir wollen doch nur helfen."

Schnupftabak-Döschen, Landkreis-Krawatten und ErholungsgutscheinAssistiert von den Feuerwehr-Führungskräften sowie von Bürgermeister Albert Nickl überreichte Landrat Andreas Meier für 40 Jahre aktiven Dienst das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold und eine Dankurkunde des Freistaats an Norbert Ackermann, Peter Ackermann, Richard Arnold, Franz Dötsch und Reinhard Fahrnbauer (alle Zettlitz), Georg Müller (Speinshart) und Peter Schraml (Haselhof). Für 25 Jahre Dienst am Nächsten ehrte der Landrat Markus Hefner, Matthias Hörl und Thomas Kaufmann (alle Tremmersdorf ) sowie Stefan Schedl (Seitenthal) und Robert Kausler (Münchsreuth) mit dem Ehrenzeichen in Silber.

Nicht fehlen durfte das obligatorische Schnupftabak-Döschen des Landkreises für die "silbernen Jubilare". Für 40 Jahre Feuerwehrdienst gab es Landkreis-Krawatten und als Geschenk des Freistaats Gutscheine für einen einwöchigen Aufenthalt im Gästehaus St. Florian, dem Erholungszentrum der bayerischen Wehren in Bayerisch Gmain. Mit Blumen anerkannte Bürgermeister Albert Nickl das Verständnis der Ehefrauen für den wichtigen Dienst ihrer Männer. Dem Festakt folgte eine Einladung der Gemeinde zum Abendessen im Klostergasthof. (do)
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