Feuerwehr Speinshart
"Wir brauchen euch"

Freizeit
Speinshart
26.03.2016
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"Liebe Feuerwehrkameradinnen und Kameraden." Ungewohnte Töne im Gemeindezentrum: Erstmals in der Geschichte der Feuerwehr Speinshart begann die Jahreshauptversammlung mit einer "geschlechtergerechten" Begrüßung. Denn 2015 wurde die Männerbastion mit der Aufnahme von acht Mädchen "geschleift" - was Vorsitzender Stefan Schedl nicht bereut.

Das zufriedene Fazit seiner Erfahrungen mit der "ersten Frauen-Truppe" lautete oberpfälzisch-knapp: "Bleibt dran - wir brauchen euch."

Auch sonst zog Schedl eine befriedigende Bilanz seines ersten Amtsjahres: Die Neubesetzung einiger Leitungsposten habe "frischen Wind" in den 250 Mitglieder starken Feuerwehrverein gebracht, erklärte er.

In seinem siebenseitigen Bericht über ein "konstruktiv und harmonisch" verlaufenes Jahr erinnerte der Vorsitzende unter anderem an ein "Ramadama", bei dem sechs Mitglieder als spontane "Neujahrsüberraschung" den zuvor "wüst anzusehenden" Keller des Feuerwehrhauses aus- und aufräumten. Besonders freute sich Schedl, dass damit ein adrettes Ambiente für die im Keller aufbewahrte alte Feuerspritze geschaffen wurde. Im Eigenbau habe Zeugwart Peter Schraml überdies eine neue Garderobe für den Schulungsraum gebaut. Der Dank des Vorsitzenden galt außerdem der Raiffeisenbank, von der die Wehr kostenloses Büromobiliar erhalten habe.

Auf Vordermann gebracht worden seien ferner die Blumenrabatten beim Feuerwehrhaus sowie der Zeltboden, den hernach sogar das Landratsamt einen Monat lang für eine Flüchtlings-Zeltunterkunft gemietet habe. Nicht mehr verwendbare Bodenteile seien als "Futter" für das Johannisfeuer der "Bauwagentruppe" bei Haselhof willkommen gewesen.

Umfangreich fiel wieder die Liste der Vereinsfeste und sonstigen Veranstaltungen aus: Sie schlägt den Bogen von einem Erste-Hilfe-Kurs und der Aufstellung von Maibäumen über den Florianstag der Speinsharter und Tremmersdorfer Wehren, das Bogenschießen im Ferienprogramm sowie die Beteiligung am Volkstrauertag bis hin zum Kameradschaftsabend und zum sehr gut besuchten Faschingsball. Hinzu kamen fast drei Dutzend Besuche bei lokalen und auswärtigen Veranstaltungen. Gut aufgenommen habe die Bevölkerung die Idee der Wehr, den Volkstrauertag bei Weißwurst und Brezen im Feuerwehrhaus ausklingen zu lassen: "Das sollten wir beibehalten", sagte Stefan Schedl.

Mit besonderer Genugtuung vermerkte der Vorsitzende den Beitritt von drei aktiven und vier fördernden Mitgliedern im Laufe des Jahres, darunter als neuen Aktiven Florian König (Frater Korbinian) aus dem Kloster. In der Jahreshauptversammlung wurde zudem die 14-jährige Veronika Schinner aus Seitenthal in die Jungfeuerwehr aufgenommen. Der Verstorbenen Rainer Meyer, Georg Schmidt, Heinrich Schmidt und Georg Veigl gedachten die Brandschützer mit einer Schweigeminute. Im Blickpunkt
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