Barockes im Kloster

Das Ensemble Musicarius sorgt bei den Speinsharter Barocktagen mit "Musik für Kurfürsten und Prälaten" für einen krönenden Abschluss. Bild: hfz
Kultur
Speinshart
16.09.2015
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Premiere im Klosterdorf: Vom 17. bis 20. September gehen erstmals die "Speinsharter Barocktage" im Kloster und in der Region über die Bühne. Unter dem Motto "Gloria per Musicam" nimmt die neue Reihe die Musik sowie die Architektur des Barocks in den Blick.

An historischen Orten und auf historischen Wegen erklingt die festlichee Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Unterschiedliche Veranstaltungsformen bringen Vielfalt in das Programm: Von Festkonzerten in der Klosterkirche über Konzerte im HPZ Irchenrieth, Eschenbach und Oberbibrach, einem musikalischen Spaziergang auf dem alten Wallfahrtsweg zum Barbaraberg bis hin zu moderierten Konzerten für Kinder und Schüler.

Geigen und Gamben

Mit einem großen Festkonzert werden die Barocktage Speinshart am Freitag, 18. September (19.30 Uhr, Einführung 18.30 Uhr) in der Klosterkirche eröffnet. Das Michaelis Consort bietet mit Trompete und Schlagwerk sowie Geigen und Gamben Musik aus bayerischen und österreichischen Höfen und Klöstern um 1700. Auf dem Programm stehen Werke von Pietro Torri, Giovanni Porta, Evarista Dall'Abacco, Phillip Rittler, Heinrich Ignaz Franz Biber und Johann Christoph Pez.

Am Samstag, 19. September (11 Uhr), steht in der Kirche St. Johannis Oberbibrach ein Konzert unter dem Motto "Der Anfang der Musik für Streichquartett" auf dem Programm. Das polnische Streichquartett Musicarius präsentiert Musik von Joseph Haydn, aber auch des weitgehend unbekannten deutsch-polnischen Komponisten Joseph Elsner.

Um 14.30 Uhr schließt sich ein Wandelkonzert "Spaziergang mit Musik, Geschichten und Süßspeis'" auf historischen Pfaden rund um das Kloster Speinshart an. Innerhalb des Konzerts wird der Wallfahrtsweg vom Kloster zum Barbaraberg mit musikalischen Stationen angereichert (Wegstrecke etwa 3 Kilometer). Die Veranstaltung beginnt am Kloster mit Musik. Mit Geschichten und Anekdoten geht es hinauf zum Barbaraberg.

Den Abschluss bildet dort ein Konzert. Die Rückfahrt zum Kloster wird organisiert. Für diesen Termin ist festes Schuhwerk notwendig. Da maximal 120 Personen teilnehmen können, wird um Kartenreservierung gebeten (Regenvariante: Wandelkonzert durch das Klosterdorf).

Traumhafte Klänge

Zum abendlichen Konzert mit traumhaften Klängen von Trompeten und Orgel wird um 20 Uhr in die Pfarrkirche St. Laurentius nach Eschenbach eingeladen. Das Konzert gestalten die Trompeter Moritz Görg und Rudolf Lörinc mit Regionalkantor Georg Schäffner (Gößweinstein) an der Orgel. Auf dem Programm stehen Werke der Barockmusik von Bach, Purcell, und Händel .

Die Klosterkirche Speinshart ist wiederum Schauplatz des Abschlusskonzerts am Sonntag, 20. September (18 Uhr), mit der "Musik für Kurfürsten und Prälaten": Der Kurfürst von Sachsen erschlich sich 1697 den Königsthron Polens. Um seinen Anspruch zu untermauern, gründet er die "pohlnische Capelle", bestehend aus deutschen und polnischen Musikern. Das Michaelis Consort und Musicarius erforschen diese frühe kulturelle Verbindung Deutschlands und Polens musikalisch und wissenschaftlich.

Im Abschlusskonzert erklingen sowohl Uraufführungen in moderner Zeit aus dem Archiv der pohlnischen Capelle als auch Werke aus dem Archiv des Kloster Speinshart. Zentrales Werk ist hierbei eine Messe von Isfried Kayser, die durch Werke aus der Entstehungszeit der Komposition ergänzt wird. Die Besucher erleben Barockmusik, wie sie zum ersten Mal seit 250 Jahren wieder erklingt.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.kloster-Speinshart.de/barocktage
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