Benefizkonzert des Salonorchesters
Speinshart trifft Wien

Entspannen und Genießen hieß es für die circa 500 Besucher beim Classic-Open-Air in Speinshart. Das Konzert des Salonorchesters Neustadt war beste Werbung für die weiteren musikalischen Sommernachtsträume. Bild: do
Kultur
Speinshart
19.07.2016
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Ein lauschiger Abend, Musik der Wiener Operettenzeit und das alles in der Kulisse der Abtei Speinshart: das "Classic-Open-Air" mit dem Salonorchester Neustadt gehört immer zu den Höhepunkten des Musiksommers - besonders in diesem Jahr.

Einen unbeschwerten Abend genossen am Samstag 500 Besucher beim Auftritt des Salonorchesters. Das sechste Benefizkonzert war auch eine Premiere. Erstmals spielte ein Orchester in symphonischer Besetzung nach abgeschlossener Sanierung im Innenhof. Ohrwürmer einer Epoche genialer Komponisten bot das Konzert. Geleitet von Heribert Bauer stand Musik von Franz Lehár, Emmerich Kálmán, Johann Strauß (Sohn), Pascal Marquina Narro, Emil Waldteufel, Josef Strauß, Carl Michael Ziehrer, Victor Hollaender und Johann Wichers an.

Schon bei Johann Strauß (Sohn) und Josef Strauß imponierte der mit 50 Laien-Musikern besetzte Klangkörper. Klangschön, frisch, mit Schmelz und Sinnlichkeit und als Kontrapunkt überraschte das Ensemble bei den Strauß'schen Polkas "Vergnügungszug" und der "Tritsch Tratsch-Polka". Bei so viel Glanz blitzten auch die golden schimmernden Kreuze der Kirchtürme im letzten Licht der Abendsonne. Zuvor zeigte das Orchester bei Franz Lehárs "Maxim-Marsch" Temperament.

Urwüchsige Freude wurde erkennbar bei den "Mädels" in Emmerich Kálmáns Lieblingsmelodien. Beschwingt setzte das Ensemble das Programm mit dem "ganz allerliebst" von Emil Waldteufel fort. Es folgten weitere Gassenhauer, etwa "Die Kirschen in Nachbars Garten" von Victor Hollaender oder die Polka-Mazurka "Das liegt bei uns im Blut" von Carl Michael Ziehrer. Mit einem zügigen "Durchdonnern" beendete das Salonorchester einen effektvollen Abend.

Nach zwei Stunden zum Träumen stimuliere der "Rausschmeißer" das begeisterte Publikum. Johann Wichers "Marsch der Medici" rauschte durch den Innenhof des Klosters. Dem Beifall geschuldet war ein weiteres Bekenntnis zur Schönheit der Musik. Das Orchester brillierte zum Abschied mit "Time to Say Goodbye". Ein fast magischer Moment für die Speinsharter Musikseele. Das Publikum bekam noch den "Schönfeld-Marsch" zum allerletzten "Nachtisch".

Ein heiterer Abend, den Maria Hirsch mit Anekdoten über die Komponisten bereicherte. Der Dank von Pater Benedikt Schuster war Dirigent Heribert Bauer und seinem Klangkörper gewiss. Für das Sponsoring dankte der Chorherr Gerhard Richter aus Eschenbach. Die Begegnung mit Umtrunk im Kloster-Innenhof und im Konventgang kennzeichnete - wie das Konzert - viel Harmonie.
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