"Farbräume" in Speinshart
Kuba in Lichtern und Farben

Maria Maier stellt bis zum 4. Dezember im Kloster Speinshart ihren "Farbraum Kuba" aus. Bild stg
Kultur
Speinshart
11.11.2016
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"Buena Vista Social Club", Fidel Castro, Zigarren - die Assoziationen mit der Karibikinsel sind vielfältig. Facettenreicher könnten sie wohl gar nicht sein. Für die Künstlerin Maria Maier sind es intensive Licht und Farbeindrücke, die sie mit Kuba verbindet - und die sie auf Papier beziehungsweise auf die Leinwand gebracht hat.

Maria Maier, 1954 in Amberg geboren, lebt und arbeitet heute in Köfering und Regensburg. Die studierte Kunstpädagogin und -historikerin lehrte viele Jahre Kunst und ist seit Anfang der 90er Jahre als freischaffende Künstlerin tätig. Mehrere Stipendien und Arbeitsaufenthalte führten sie ins Ausland, zum Beispiel nach Südostasien mit Ländern wie Indonesien, Burma und Kambodscha, ans Rote Meer, nach Irland. New York, Moskau und Kuba.

Entstanden ist daraus die Ausstellung "Farbraum Kuba", die aktuell im Oberen Konventgang der Internationalen Begegnungsstätte Kloster Speinshart zu sehen ist. Die Lichter und die Schattierungen, die Orte voller Vitalität und Farben - sie sind es, die Maria Maier von ihren beiden mehrwöchigen Reisen nach Kuba mit nach Hause genommen hat. Havanna, Trinidad, Santiago de Cuba, Santa Clara - als ganz normale Rucksack-Touristin hat Maier das Land erwandert, kennengelernt und auf eine ganz besondere Weise wahrgenommen. "Die Arbeiten vermitteln Ruhe, es gibt keine wilde Gestik", erläutert Hans-Peter Miksch, Leiter der "kunst galerie fürth", bei seinem Einführungsvortrag in das Werk der Künstlerin. Die Farben leuchten zwar, aber praktisch immer wird zwischen relativ gesättigte Farben eine oder werden zwei stumpfe, durch Weiß neutralisierte Farben eingestreut.

Es sind somit ganz besondere Farbklänge, über die Maier die Insel Kuba wirken lässt. Einerseits sind es die belebenden, ja heiteren Farbkombinationen, andererseits regen sie aber auch zum Nachdenken, zum stillen und in sich gekehrten Betrachten an. Entstanden sind Werke ohne narrative Elemente und ohne soziale Kritik.

Die Werke in Acryl, Pastell und Öl schaffen eine warme Atmosphäre im Konventgang, die zweifellos durch Sonnenstrahlen noch verstärkt würde. Die Querformate lassen sich schnell als Horizonte identifizieren, mit geschichteten und überlagerten Farbflächen. Zwischen den Rottönen ist immer mal wieder ein Blau zu entdecken. Die hochformatigen Werke der Künstlerin würden, so Miksch, zuallererst ganz klassisch als Fenster oder Türen funktionieren, die einen Ausblick bieten. "Am ehesten lässt sich das, was die Farbräume Kuba sind, mit Farbfeldmalerei vergleichen", interpretiert Miksch - eine Einschätzung, zu der sich jeder Kunstinteressierte bei einem Besuch im Kloster Speinshart eine eigene Meinung bilden kann.

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Weitere Informationen:

www.maria-maier.com

Die Arbeiten vermitteln Ruhe, es gibt keine wilde Gestik.Hans-Peter Miksch, Galerist


ServiceDie Ausstellung ist an den Sonntagen bis 4. Dezember jeweils von 13.30 Uhr bis 17 Uhr öffentlich zugänglich sowie außerhalb dieser Zeiten nach Vereinbarung unter Telefon 09645/601 93601 oder info@kloster-speinshart.de.
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