Pianistin Sevi Salam im Musiksaal
„Musik für die Seele“

Kultur
Speinshart
16.11.2016
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Der November ist ein trister Geselle. Und doch kann er Glanz entwickeln. Während am Sonntag die Sonne lacht und der "Böhmische" um die Klostermauern bläst, erzählt in der wohligen Wärme des barocken Musiksaales Sevi Salam mit außergewöhnlichen Klangvariationen über das Leben und seine Liebesgeschichten. Musik für die Seele heißt das Konzertprogramm. Die Künstlerin findet: "Nichts erhebt die Seele auf ähnliche Weise, nichts beflügelt sie so, wie die Musik - mit feinsinnigen Höhenflügen bis zum Himmel." Unbefangen schöpft die aserbaidschanische Pianistin und Komponistin aus Orient und Okzident und lässt Komposition und Improvisation in einander übergehen.

Die Musik von Salam hat Seele - und sie sucht neue Wege. Geschichten über Glauben und Liebe gehören für die Pianistin zusammen. Melodie und Harmonie bilden in ihrem Vortrag eine Einheit. Komponiertes und Improvisiertes wird am Sonntagnachmittag zu Wohlklang. Mit "Dreamworld" beginnt sie ein Gespräch mit sich selbst, das sich in einer Welt der Gefühlswallungen fortsetzt. Das OEuvre der Pianistin ist vielfältig. Die Werke zeugen vom Ideenreichtum. Der fulminante Vortrag "Speaking with the sea" handelt etwa von den Wellen des Meeres als beste Zuhörer und "Die kleine Seejungfrau" ist die Aufforderung, zu lieben, um andere Menschen glücklich zu machen. In "Just one moment" erinnert Sevi Salam an die Gastrolle der Menschen auf diesem Planeten und Gottes Geschenk der Liebe.

Im Musiksaal erklingen weitere interessante Klang-Facetten. Sevi Salam erzählt von sonnigen Zeiten in "My home Baku", der geheimnisvollen Heimat der Pianistin, und fühlt in "Die verbotene Liebe" mit Anna Karenina, der unglücklichen Romanfigur von Leo Tolstoi. In "Il violino di Guarmeri del Gesu" verherrlicht sie einen meisterhaften Geigenbauer und die glücklichen und aufregenden Momente von Sevi Salam beim ersten Tanz "Dance with you" sorgen auch bei den Zuhörern für schwärmerische Rückblicke.

Eigenwillig bewegen sich die Vorträge auch in andere Regionen. Rock, Pop und Jazz gehören dazu. Leidenschaftlich und energiegeladen sind die neuen Wege. Das Experiment einer Mischung von orientalischer und europäischer Musik gelingt. Das Geflecht aus Harmonie und Melodie verbunden mit feiner Intuition und bildhaften Erläuterungen findet beim Publikum viel Applaus.
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