Podiumsdiskussion zur Installation von Patrik Hábl in der Klosterkirche
Zwischen Kunst und Glaube

An der Gesprächsrunde zum Abschluss der 50-tägigen Altarverhüllung nahmen Dr. Sabine Hannesen, Thomas Englberger, Eva Capková und Patrik Hábl (von rechts) teil. Bild: do
Kultur
Speinshart
17.05.2016
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Von Ostern bis Pfingsten war ein spektakuläres Kunstwerk auf einer 15 Meter hohen Leinwand im Altarraum der Klosterkirche Speinshart zu bestaunen. Zum Ende der Installation "Die zerrissene Leinwand" des tschechischen Künstlers Patrik Hábl diskutierten bei einem Podiumsgespräch Experten über sein Kunstprojekt.

"Aktuelle Kunst kann sich aus religiösen Themen speisen", darin waren sich die Teilnehmer des Gesprächs einig. Dazu bemerkte Patrik Hábl: "Kunst dient religiöser Verkörperung und der Glaubensfähigkeit". Der international bekannte Künstler, der im nächsten Jahr die tschechische Republik bei der Biennale in Peking vertreten wird, sah weitere Zusammenhänge zwischen Gläubigen und Künstlern: "Wer sich mit Kunst beschäftigt, erfährt klare Tiefe, die auch Vorbild im Glauben sein kann". Seine "zerrissene Leinwand" in Speinshart sei Teil dieser Interpretation. Kunsthistorikerin Dr. Sabine Hannesen nannte sein Werk im Zusammenhang mit dem Besuch des Pfingstgottesdienstes in der Klosterkirche "ein Geschenk des Himmels". In der Speinsharter Barock-Atmosphäre sei ein solches Werk immer ein Kompromiss zwischen Liturgie und Kunst. Als enorme Glaubensanregung betrachtete die Kunsthistorikerin den Schlüsselloch-Effekt der monumentalen Leinwand. Moderiert von Eva Capková, der Kuratorin des Projekts, zitierte Thomas Englberger, Leiter der Internationen Begegnungsstätte Kloster Speinshart, aus Besucherreaktionen. Auffallend seien die vielen Deutungsfragen gewesen, die der Hilfestellung bedurften.
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