Abgabetermin für Hegeschau nicht beachtet
Unmut bei Jägern

Auf langen Tischreihen hatten alle anderen Jäger der Kreisgruppe die Gehörne zur Begutachtung ausgelegt, bis auf einen. Bild: rn
Lokales
Speinshart
06.05.2015
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"Die Kreisgruppe Eschenbach des Landesjagdverbandes ist in Ordnung", bescheinigte Hildegard Burger als Vertreterin der Unteren Jagdbehörde beim Landratsamt Neustadt a. d. Waldnaab den Jägern aus Eschenbach und Umgebung. Bei der Hegeschau (wir berichteten) lobte sie die gewissenhafte Arbeit und das Meldeverfahren in der Kreisgruppe. Sie und die Jäger zeigten jedoch Unmut über die Art und Weise, wie ein Vertreter von vier Staatsjagdrevieren seiner Pflicht zur Vorlage der Rehgehörne zur Hegeschau nachkomme.

Durch die jährliche Schau solle eine sach- und fachkompetente Aussage über Stand und Entwicklung der heimischen Wildarten getroffen werden. Hegeringleiter Lothar Söllner erklärte dazu in seinem Jahresbericht: "Eine Bewertung der Gehörne war in diesem Fall nicht möglich, weil der Abgabetermin nicht beachtet wurde. Beim Staat stößt man leider auf taube Ohren."

Der Forstmann hatte die Gehörne erst kurz vor der Hegeschau zusammengeschichtet in einem Karton im Schauraum abgestellt. Kreisvorsitzender Ferstl sah darin eine Missachtung der Tierwelt des Waldes. Alle anderen Jäger der Kreisgruppe hatten ihre Gehörne rechtzeitig auf den Tischen aufgereiht.

Burger rief die Jäger zudem auf, in der nächsten Zeit die Gelegenheit zu nutzen, um dort, wo eine deutliche Diskrepanz zwischen Soll- und Ist-Zahlen herrsche, den Abschussplan zu erfüllen. Sie verwies dazu auf den gesetzlichen Auftrag. Zum Problem der Nachtzielgeräte, die auch bei der Jagd auf Wildschweine untersagt sind, verkündete Burger: "Das zuständige Ministerium strebt in besonders schwierigen Situationen eine Genehmigung an."
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