Alles neu macht der März

Mit neuer Führung geht die Feuerwehr Speinshart in die nächsten sechs Jahre. Unser Bild zeigt (von links) Bürgermeister Albert Nickl, Roland Lins (Beisitzer), Wolfgang Merkl (zweiter Vorsitzender), Kassier Christopher Neukam, Vorsitzenden Stefan Schedl, Schriftführer Robert Kausler, Kommandant Christian Höllerl, Beisitzer Martin Höllerl, Adjutant Andreas Stadler, Kassenprüfer Werner Kosmale und Kreisbrandmeister Daniel Beaudet. Bild: do
Lokales
Speinshart
18.03.2015
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Kommandowechsel gleich im Doppelpack: Bei der Feuerwehr Speinshart gibt es neue Köpfe. Der bisherige Schatzmeister Stefan Schedl leitet künftig den Feuerwehrverein, die Aktiven wählten den jungen Gruppenführer Christian Höllerl zum Kommandanten.

Die neuen Führungskräfte lösen bei der Feuerwehr Günther Diepold (Vorsitzender) und Andreas Morgner (Kommandant). Der Wechsel in der Generalversammlung, zu der fast 100 Mitglieder ins Gemeindezentrum kamen - wieder ein Rekord - vollzog sich gut vorbereitet und in Harmonie.

Zunächst bestimmten die Brandschützer in geheimer Abstimmung den 27-jährigen Bankfachwirt und Gemeinderat Christian Höllerl aus Seitenthal einstimmig zum Kommandanten. Vom Atemschutzwart zum Adjutanten beförderten sie den 33-jährige Andreas Stadler. Er löst den bisherigen Stellvertreter Wolfgang Wagner ab.

Ebenfalls in geheimer Abstimmung votierten die Mitglieder des Feuerwehrvereins für Stefan Schedl als neuen Vorsitzenden. Stellvertreter bleibt Wolfgang Merkl und auch Schriftführer Robert Kausler macht weiter. Die nunmehr freie Stelle des Kassiers besetzt Christopher Neukam. Ergänzt wird der Vorstand durch die Beisitzer Martin Höllerl (Seitenthal), Roland Lins (Münchsreuth) und Christian Merkl (Dobertshof). Werner Kosmale und Helmut Diepold prüfen wie bisher die Kasse.

Auch auf dem Bau Spitze

Ohne Feuerwehr wäre das Leben im Klosterdorf ärmer. Sicherheit für alle gewährleisten die Männer in Blau, und als gesellschaftliche Bindeglieder befruchten die aktiven und passiven Brandschützer zudem beständig das Vereinsleben.

Schon beim Bau des neuen Feuerwehrhauses waren die Feuerwehrdienstleistenden des Klosterdorfes und der Ortsteile Münchsreuth, Dobertshof, Seitenthal, Barbaraberg, Zettlitz und Haselhof Spitze, wie Bürgermeister Albert Nickl anmerkte. 11 000 Arbeitsstunden, freiwillig und für "Florians Lohn" - die größte Gemeinschaftsleistung seit dem Bestehen der neuen Gemeinde.

Diese Superlative wurden auch im Jahresbericht des scheidenden Vorsitzenden deutlich. Günther Diepold fasste die Leistungen in einem Kernsatz zusammen: "Neues Haus, neues Auto, 90 Aktive und gefüllte Kassen." Die kleine Wehr besitze all das, was für viele andere Wehren nur Wunschtraum ist, erklärte der Chef des Feuerwehrvereins. Dennoch mahnte er: "Auf Erfolgen ausruhen, geht nicht." Nachlässigkeit gefährde Einsatzbereitschaft und Kameradschaft, wusste die erfahrene Führungskraft. Diepold appellierte an die Mitglieder, wieder mehr den Geist der Feuerwehrkameradschaft zu pflegen.

Auf das Berichtsjahr 2014 zurückblickend sprach er von eher ruhigen Zeiten. In Stichworten erinnerte der Vorsitzende an den Faschingsball, das abendliche Mauerfest und ganz besonders an das Mitwirken bei der Primiz von Pater Lukas. "Das haben wir gut hinbekommen", urteilte er. Noch einmal rief Diepold zur Pflege der Kameradschaftsabende auf und kündigte dann den Führungswechsel an. "Wenn man alles erreicht hat und es am schönsten ist, soll man aufhören." Mit bewegter Stimme dankte der scheidende Vorsitzende allen Unterstützern und wünschte seinem Nachfolger eine glückliche Hand.

Flammender Appell

In seiner Antrittsrede richtete Stefan Schedl einen flammenden Appell an alle Mitglieder, den Gemeinschaftsgeist zu pflegen und die Einsatzbereitschaft zu sichern. "Es ist bei uns zwar alles freiwillig, dennoch gibt es Pflichten", betonte er. Sein besonderer Dank galt dem bisherigen Vorstand. "Ihr habt einen guten Job gemacht", stellte er fest und kündigte an, die wertvolle Arbeit in nächster Zeit in einem besonderen Rahmen zu würdigen.

Für eine Zusammenarbeit beim Einsatz von Atemschutz warb zweiter Bürgermeister Roland Hörl in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der Tremmersdorfer Wehr. "Wir sollten auch insgesamt näher zusammenrücken", wünschte er sich. Johannes Schinner erklärte sich bereit, wieder einen Motorsägekurs zu organisieren.
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