Bequemer auf den Barbaraberg

Lokales
Speinshart
07.03.2015
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Viele "Hausaufgaben" erfüllt und gut gelöst, aber noch etliche Großprojekte vor sich: Ausführlich beleuchtete Bürgermeister Albert Nickl in der Bürgerversammlung die abgeschlossenen, begonnenen und geplanten Zukunftsinvestitionen.

Im Detail ging er im Gemeindezentrum auf die Breitbandversorgung Barbaraberg, Höfen, Seitenthal, Zettlitz, Münchsreuth, Dobertshof und Haselbrunn ein. Den Einwohnern der sieben Ortschaften versprach er eine deutliche Empfangsverbesserung mit einer Anschlussqualität von mindestens 30 bis 50 Mbit. Nickl kündigte die "vorläufige Auftragsvergabe" für die nächste Gemeinderatssitzung an. Bei voraussichtlichen Gesamtkosten von 626 000 Euro müsse die Gemeinde 125 000 Euro bereitstellen.

"Ein Millionen-Projekt"

Auf 695 000 Euro sind die Kosten für den Radwegbau veranschlagt. Beim Lückenschluss zwischen Speinshart und Oberbibrach sind die Gemeinde Vorbach, der Landkreis Neustadt/WN und das Amt für Ländliche Entwicklung mit im Boot. Der Bau des Radwegs diene gleichzeitig der Ertüchtigung einiger Gemeindeverbindungsstraßen, teilte der Bürgermeister mit.

Voranbringen will er die Sanierung des Anwesens 23 im Klosterhof in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pelta-Kapelle: "ein Millionen-Projekt". Ein Zuschuss von 80 Prozent sei einkalkuliert.

Zur Behebung der Stellplatznot im Klosterhof sei ein Parkkonzept in Planung, berichtete Nickl. Ziel sei es, im historischen Klosterdorf nur noch den Anliegern und den Gottesdienstbesuchern längeres Parken zu erlauben. Anhand erster Planskizzen stellte er die von den Anliegern und vom Gemeinderat favorisierte Doppelvariante vor. Bei Kosten von 700 000 Euro werden 70 Prozent staatliche Förderung erwartet.

Zu den Großprojekten zählt der Gemeindechef auch die Sanierung der Zufahrtsstraße zum Barbaraberg. "Die schlechten Straßenverhältnisse erfordern akuten Handlungsbedarf", urteilte er. Planung und Finanzierung seien bereits erledigt; ein Genehmigungsbescheid sei erteilt. Das Ingenieurbüro rechnet mit einem Kostenvolumen von zirka 438 000 Euro, davon entfallen 37 Prozent auf die Kommune.

Viele Hausaufgaben befand Nickl als erfüllt und gut gelöst. Der Kirchplatz in Tremmersdorf stehe vor der Übergabe, in Münchsreuth seien mit dem Kanal- und Wasserleitungsbau die Voraussetzungen für den Ausbau der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße geschaffen. Der Anschluss von Zettlitz an die zentrale Wasserversorgung des Zweckverbandes Seitenthaler Gruppe sei bewerkstelligt und die Sanierung der Ortsstraßen in Dobertshof mit einer freiwilligen Umlage einvernehmlich zwischen Anliegern und Gemeinde gelöst.

Erhebliche Altlasten

Vollzug meldete der Bürgermeister ferner für die Erschließung des Baugebiets "Krummacker II", den Abschluss des Solarpark-Projekts, den Bau eines Beachvolleyball-Feldes zwischen Gemeindezentrum und Volksschule, den Kauf eines neuen Kommunaltraktors und die Gestaltung des Schulgeländes als Multifunktionsplatz. Sorgen bereitet dagegen die Bauschuttdeponie der Gemeinde, auf der erhebliche Altlasten entdeckt worden sind. Derzeit werde das Gelände über Sonden beprobt, gab Nickl bekannt und versprach, umgehend über die Messergebnisse zu informieren.
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