Bezirksseelsorger Sven Grillmeier erinnert Frauenbund an die Bedeutung des Advents
Vorbereitung statt Konsum

Der Frauenflüsterer: Referent Sven Grillmeier wusste Interessantes zum Advent zu berichten. Die Damen aus Oberbibrach, Schlammersdorf, Speinshart und Kastl hingen aufmerksam an seinen Lippen. Bild: edo
Lokales
Speinshart
19.12.2014
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Zu einem Einkehrtag im Musiksaal des Klosters Speinshart lud der katholische Frauenbund Oberbibrach ein. Vorsitzende Irmi Bauer hieß 41 Frauen der Zweigvereine Schlammersdorf, Speinshart und Kastl willkommen. Auch Sven Grillmeier aus Speichersdorf, der Bezirksseelsorger des Frauenbundes, fühlte sich im Kreise der Damen wohl und lieferte mit dem Referat zum Thema "Brauchtum im Advent" interessante Informationen. Diese nutzten die Frauen als Anregung für die Weihnachtsdekoration und das Plätzchenbacken.

Im Fokus stand dabei der religiöse Aspekt der "staad'n Zeit": Grillmeier wies darauf hin, dass Advent nicht nur dem Konsum dienen soll, sondern die Vorbereitungszeit auf die Wiederkunft Christi sei. Er erläuterte die Herkunft bekannter Bräuche: Der Adventskranz habe seinen Ursprung in einem Wagenrad aus dem Jahre 1860. In katholischen Kirchen findet er sich seit 1925 und symbolisiert den ewig währenden Kreis des Lebens: "Jesus war schon immer und bleibt immer". Auch das Material habe eine Bedeutung: Das Grün der Zweige steht für die Hoffnung und das Leben. Auch auf die Rorate, eine katholische Früh- oder Abendmesse, und das Frauentragen ging Grillmeier ein.

Letzteres ist ein vorweihnachtlicher Brauch, der vor allem in Bayern gepflegt wird. Dabei werden Familien eingeladen, dem Bild der Gottesmutter oder einer Marien-Statue für einen Tag ein Zuhause zu geben und eine abendliche Hausandacht zu halten. Auch die heilige Luzia (286 bis 304 nach Christus) war Thema.

Zudem ging Grillmeier auf die von den Kelten stammende Tradition der Rauhnächte ein. Nach so viel Wissenswertem folgte ein Mittagessen in der Klostergaststätte. Anschließend gab es Gelegenheit zur Beichte oder zu einer Kirchenführung. Es folgte ein Gottesdienst zum Abschluss.
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