CSU-Kreisräte suchen Alternative für Sanierung
Altes Landratsamt günstig abzugeben

Lokales
Speinshart
28.11.2014
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Vor Ort informierte sich die CSU-Kreistagsfraktion über den Zustand des alten Landratsamtes in Eschenbach. Auf 1,7 Millionen Euro schätzt Kreisbaumeister Werner Kraus den Sanierungsbedarf. Bei einem zweiten Ortstermin in Speinshart ging es um Radwege und Buswartehäuschen.

Wo einst Landrat Josef Decker residierte, betreibt der Landkreis heute nur mehr die Kfz-Zulassungsstelle. Ansonsten nutzen die Volkshochschule, ein Geschäft für Kfz-Schilder und die Wohnungsbau GmbH das alte Gebäude an exponierter Stelle auf dem Stadtberg. Außerdem sind ein Proben- und ein Lagerraum für Musiker dort untergebracht.

Werner Kraus erläuterte den CSU-Kreisräten den Sanierungsaufwand: Dach, Fenster, Heizung, Isolierung, Anstrich, Türen, Böden und Sanitäranlagen müssen komplett erneuert werden. Um in dem öffentlichen Gebäude Barrierefreiheit gewährleisten zu können, müsste unter Umständen ein außenliegender Aufzug angebaut werden. Das wäre allerdings auch nur eine Teillösung, denn viele Räume sind nur über Podeste erreichbar. Auch eine behindertengerechte Toilette fehlt.

Fördergelder kann der Landkreis als Eigentümer nicht erwarten. Deshalb diskutierten die Räte auch über eine eventuelle Weitergabe an die Stadt. Dann könnten Städtebau-Fördermittel fließen und der Landkreis als langfristiger Mieter auftreten, überlegten Landrat Andreas Meier und Sprecher Stephan Oetzinger. Details für diese Idee sollten abgeklärt werden, waren sich die Räte einig.

Neu: Feldweg als Radweg?

Dann ging es zur nächsten Station. Bürgermeister Albert Nickl begrüßte die Kollegen im Gemeindezentrum Speinshart. Ihm ist die Förderung des Radwegs zwischen Speinshart und Vorbach ein brennendes Anliegen. Der Weg sei im Radwegeprogramm des Landkreises enthalten, bislang waren aber nur Trassen entlang von Kreisstraßen förderfähig.

Neue Richtlinien des Freistaates lassen inzwischen auch eine Förderung zu, wenn bisherige Feldwege als Radwege ausgebaut werden. Im Fall der Strecke Speinshart-Vorbach könnte man mit dem neuen Radweg von der Kreisstraße NEW 5 abrücken und Flurwege nutzen, warb Nickl. Das würde auch einiges an Ausgaben sparen, überzeugte er seine Kreistagskollegen.

Positiv sehen die CSU-Räte auch eine Fortsetzung des "Buswartehäuschen-Förderprogramms". Für die nächsten drei Jahre seien jeweils 20 000 Euro Landkreis-Zuschuss im Etat vorgesehen. Für Neu- und Ersatzbauten gibt es 25 Prozent Zuschuss.
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