Digital auf Draht

Kreisbrandmeister Daniel Beaudet (stehend, Dritter von links) wies 20 Speinsharter Brandschützer in die Handhabung der neuen Digitalfunkgeräte ein. Bild: rli
Lokales
Speinshart
19.08.2015
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Ob am Einsatzort, mit der zuständigen Leitstelle oder mit anderen Hilfsorganisationen: Künftig wird bei den Feuerwehren die gesamte Kommunikation nur noch digital funktionieren. Darauf gilt es sich vorzubereiten.

Bis Ende 2015 soll der Aufbau des digitalen Funknetzes in ganz Bayern vollständig abgeschlossen sein, so dass dann Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte die Technik flächendeckend nutzen können. Auch wenn der Freistaat einen Großteil der Kosten trägt, verbleibt für die Anschaffung und vor allem den Einbau der Geräte doch ein beträchtlicher Teil der Kosten bei den Gemeinden. Und für die Feuerwehren und die Führungskräfte in den Landkreisen bedeutet die Einführung einen zusätzlichen, nicht unerheblichen Schulungsaufwand.

Als Kreisbrandmeister Daniel Beaudet sich bereit erklärte, für die Feuerwehr Speinshart eine Schulung zur Handhabung der neuen Digitalfunkgeräte in Theorie und Praxis anzubieten, brauchte Kommandant Christian Höllerl nicht lange nach Teilnehmern suchen: Schnell fanden sich 20 Aktive, um den Grundlehrgang zu absolvieren. Diesen müssen alle Brandschützer absolvieren, die künftig aktiv Dienst tun wollen.

Beaudet erläuterte den Feuerwehrleuten die rechtlichen und technischen Grundlagen zum Digitalfunk und übte mit ihnen die Bedienung der landkreisweit einheitlichen Geräte, die optisch wie Mobiltelefone der Jahrtausendwende anmuten. Sie verfügen über eine sehr gute Sprachqualität.

Neu für die Aktiven war, dass mit den Handfunkgeräten künftig nicht mehr nur intern, sondern auch mit der Leitstelle kommuniziert werden kann. Die Reichweite im internen "Vorortfunk" ist zudem größer; weite Distanzen oder Unebenheiten im Gelände können durch ein Gerät mit Verstärkerfunktion überbrückt werden.

Für die Gruppenführer und Kommandanten schloss sich am Nachmittag ein verpflichtender Aufbaulehrgang an, der aber aufgrund des großen Interesses freiwillig bis in den frühen Abend ausgedehnt wurde. Schlussendlich liege es an den Feuerwehren, machte Beaudet deutlich, die neue Technik "auf Herz und Nieren" zu prüfen und den Aktiven die Handhabung beizubringen - und das möglichst, bevor der Ernstfall eintritt.
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