Eigenen Lebensstil hinterfragen

Zu den "Genesis"-Preisträgern des Diözesan-Schöpfungstages in Speinshart gehörte auch der Kunstkurs der Q 11 des Gymnasiums Eschenbach mit Kunstlehrerin Susanne Vonhoff. Das Projekt "Recyceltes blüht auf - Blumen aus Abfallgegenständen am Kemnather Weiher" begeisterte die Jury, verriet Laudator Domkapitular Prälat Peter Hubbauer. Das Bild zeigt den Kunstkurs mit Leiterin Susanne Vonhoff (Zweite von links), Bürgermeister Albert Nickl (links), Prälat Peter Hubbauer (Zweiter von rechts) und die Bischöfliche Um
Lokales
Speinshart
29.09.2015
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Die Einfälle über Abfälle prägten den Diözesan-Schöpfungstag in Speinshart. Dazu ein Schöpfungspreis, das hat schon fast Tradition, um kirchliches Umwelt-Engagement zu würdigen. Eine Jury honorierte Beispiele für Mitmach-Aktionen und die künstlerischen Umsetzungen zum Thema "Wertstoffe sparen, nutzen und neu verwenden".

Das Bistum Regensburg nutzte die Veranstaltung zur Auszeichnung beispielgebender Umwelt-Aktivitäten. "Genesis - Sei ein Segen" heißt dieser Schöpfungspreis, der alle drei Jahre vergeben wird. Domkapitular Prälat Peter Hubbauer bekannte: "Wir wollen Sensibilität und Begeisterung zu Umweltthemen wecken." Wichtiges Ziel sei die Förderung eines verantwortungsbewussten Handelns im Sinne der Schöpfungsleitlinien der Diözese Regensburg.

25 Einsendungen

Die Handlungsfelder Einkauf und Wirtschaften, Artenschutz, Energienutzung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, nachhaltige Entwicklung sowie die christliche Schöpfungsspiritualität standen deshalb für die Jury bei der Ermittlung der Preisträger im Vordergrund.

Die Bewertung der 25 Einsendungen von Schulklassen und Aktionsgruppen aus Pfarreien und Kindergärten orientierte sich zum einen an nachhaltigen, originellen Aktionen, die zum Nachahmen einluden (Kategorie 1), und an künstlerischen Beiträgen. Diese sollen Lust machen, den eigenen Lebensstil zu hinterfragen (Kategorie 2). Einige Beiträge waren während des Schöpfungstages und zur Siegerehrung im Innenhof der Prämonstratenser-Abtei zu bestaunen.

In der Kategorie 1 würdigte Prälat Peter Hubbauer besonders die Ministranten aus Sinzing. Sie präsentierten unter dem Beifall der Besucher eine Textil-Kollektion aus alten Jeans, Taschen und Armbändern in Form einer kommentierten Bildergalerie. Eine völlig andere Idee erreichte die Jury aus dem Uni-Kindergarten Augustinus-Haus in Regensburg. "Humusbildung durch Bokashi" hieß ein Kompostvorschlag, der luftdicht verschlossen zu einem wertvollen Grundstoff zur Humusbildung heranreift. Im Blickpunkt stand auch das "Kleiderstüberl" der Pfarrei Windischeschenbach. Das Sammeln der Altkleider nutzen die Windischeschenbacher, um in mehreren Sortierschritten das stoffliche Material als Second-Hand-Ware für gute Zwecke weiter zu veräußern.

Leuchttürme aus Dosen

Beeindruckend nannte der Vertreter des Domkapitels auch die Präsentation der Naabtal-Realschule Nabburg. Aus dem Schuljahr 2012/13 der damaligen 7. Jahrgangsstufe imponierten Ideen aus Verpackungs-Wertstoffen, wie zum Beispiel "Leuchttürme aus bemalten Konservendosen mit Lochmustern und Teelichtern". Als ebenso kreativ lobte der Kirchenmann den Einfall der Realschule Sulzbach-Rosenberg, Plastiktüten sinnvoll wieder zu verwenden. "Obst aus dem Pfarrgarten" hieß das Thema einer Jugendgruppe aus Scheuer, die mit ihrem Verwertungskonzept zu den weiteren Preisträgern gehörte.

Nahtlos setzte sich das Jubilieren mit einem bemerkenswerten Schlussakkord des Wertstoff-Orchesters Scrap aus Uffing am Ammersee bei der abschließenden Begegnung bei Kaffee und Kuchen fort. Instrumente aus Glump und Graffl nannten die beiden Musiker ihr Krachpotenzial. Mit faszinierender Tonvielfalt aus Plastikschläuchen, Fahrrad-Pumpen, Ausguss-Saugern und Schubläden fand der Schöpfungstag einen vergnüglichen Abschluss.
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