"Eigentlich ein Sonderbau"

Lokales
Speinshart
23.05.2015
17
0

Das Ja zu Bauanträgen ist gewöhnlich Formsache: Im Gemeinderat herrscht regelmäßig Freude über die vielen Bauabsichten. Nicht so in der Mai-Sitzung des Gremiums.

Für Bedenken im Gremium sorgte ein Bauantrag von Julia und Manuel Roder. Neben der alten Volksschule in Speinshart planen deren Eigentümer die Schaffung von Wohnraum über einer Garage und einer Werkstatt. "Es ist eigentlich ein Sonderbau", urteilte Bürgermeister Albert Nickl und verwies auf einen Besprechungsmarathon mit dem Bauamt. Er nannte die Projektplanung mit Blick auf die Umgebungsbebauung eine Kompromisslösung und verwies auf die Notwendigkeit, auf Grenzabstände zu Gemeindeflächen zu verzichten.

Unverantwortlich wäre die Aufstockung in einem normalen Wohngebiet, kommentierte zweiter Bürgermeister Roland Hörl die Bauabsichten. In der Hoffnung auf eine vernünftige Farbgebung erteilte der Gemeinderat jedoch sein Einvernehmen. Über einige Abweichungen vom Bebauungsplan hatten die Räte beim Bauantrag von Petra Eckert aus Speinshart zu entscheiden. Sie will im Herrnmühlweg in Tremmersdorf ein Wohnhaus errichten.

"Vertretbare" Wünsche

Entgegen dem seit 1994 rechtskräftigen Bebauungsplan sollen zur optimalen Nutzung der Parzelle das Baufeld verändert und der Kniestock erhöht werden. Die Garage soll anstelle eines Satteldaches ein Flachdach erhalten. Auch eine andere Farbgebung der Dacheindeckung ist geplant. Bürgermeister Albert Nickl nannte die Wünsche vertretbar. Nachbarn würden nicht beeinträchtigt. Den beantragten Befreiungen stimmte das Gremium zu.

Nachträglich billigte es auch einen Tektur-Antrag von Stefan Geigenmüller. Der Münchsreuther hatte aus statischen Gründen die Dachkonstruktion des Nebengebäudes abgebaut und neu errichtet. Daraus ergaben sich Änderungen bei den Wandhöhen und Grenzabständen. Durch eine flachere Dachneigung wurde das Gebäude niedriger. Die Unterschriften der Nachbarn lagen vor. Mit dem Einvernehmen des Gemeinderats verbunden war der Verzicht auf Grenzabstände zu Gemeindegrund.

FC baut Nebengebäude

Zur Lagerung diverser Arbeits- und Sportgeräte plant der FC Tremmersdorf/Speinshart den Neubau von zwei Garagen und eines überdachten Stellplatzes. Diese sollen hinter dem A-Platz auf einem Grundstück der Gemeinde entstehen, erläuterte Albert Nickl. Mit dem Vorhaben war der Rat ebenso einverstanden wie mit dem bescheidenen, aber notwendigen Antrag von Herbert Wagner auf Errichtung einer Holzlege auf seinem Grundstück auf dem Barbaraberg. Öffentliche Belange würden dadurch nicht beeinträchtigt.

"Es gab keine Auffälligkeiten", merkte zweiter Bürgermeister Roland Hörl als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses zur Jahresprüfung 2013 an. Er bescheinigte Kämmerer Karl Stopfer und der VG-Finanzverwaltung gute Arbeit sowie dem Gemeinderat eine konstruktive Zusammenarbeit. Hörl hob auch den Einsatz von Bürgermeister Albert Nickl hervor und würdigte das Aufspüren immer neuer Finanzquellen. Es folgte die einstimmige Feststellung der Jahresrechnung.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4091)Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.