Ein Löschwagen voller Dank

Lokales
Speinshart
11.12.2015
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Ohne Feuerwehren geht gar nichts. Darin waren sich Kommunalpolitiker und Führungskräfte bei einem Ehrungsabend für aktive Brandschützer einig. Den Kameraden für ihr langjähriges Dienen öffentlich zu danken und sie mit den Ehrenzeichen des Freistaats auszuzeichnen, stand deshalb im Mittelpunkt.

Die Begegnung im Sitzungssaal des Gemeindezentrums war herzlich: Man kennt und schätzt sich. Die Feuerwehr-Familien aus Speinshart und Tremmersdorf gaben sich dabei ein Stelldichein. Landrat Andreas Meier, Kreisbrandrat Richard Meier, Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer, die Kommandanten Christian Höllerl (Speinshart) und Andreas Sticht (Tremmersdorf), Vorsitzender Stefan Schedl (Speinshart) und stellvertretender Vorsitzender Andreas Diepold (Tremmersdorf) sowie Bürgermeister Albert Nickl mit seinem Vize Roland Hörl als Gastgeber: Sie alle fanden für 13 Kameraden der beiden Feuerwehren einen ganzen Löschwagen voll Dankesworte.

Gewürdigt wurden insgesamt 385 Jahre verantwortliches Handeln für Gottes Lohn. Diese Hilfsbereitschaft, verbunden mit dem Verzicht auf viel Freizeit, bleibe unbezahlbar, hieß es in der Feierstunde. Als Vertreter des Freistaats sei er erstmals nach Speinshart gekommen, merkte Landrat Andreas Meier vor der Aushändigung der Ehrenzeichen an. Er betrachtete diese als Symbole des Gemeinsinns. Der Landkreischef verglich die Einsätze der Brandschützer mit einem Räderwerk, das perfekt ineinander greife: "Solche Zahnräder brauchen wir zur Sicherheit unserer Bevölkerung mehr denn je." Und man brauche innere Überzeugung für eine 24-Stunden-Bereitschaft dem Nächsten zuliebe.

Meier nutzte die Feierstunde, um ein klares Existenzbekenntnis besonders für die kleineren Wehren im Landkreis abzulegen. "Die Ortskenntnisse der Dorf-Feuerwehren und die vielen Spezialisten darin sind unverzichtbar", erklärte der Landrat und nannte "seine" Brandschützer Praktiker und Kulturschaffende zugleich. Es folgten das Versprechen, stets für eine gute Ausstattung der Wehren zu sorgen, und die Aufforderung an die aktiven Kameraden, ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die jüngere Generation weiterzugeben.

Assistiert von den Feuerwehr-Führungskräften des Landkreises und der Ortsfeuerwehren sowie von Bürgermeister Albert Nickl überreichte Meier schließlich an Alfons Höllerl (Seitenthal), Gerhard Braun (Zettlitz) und Wolfgang Schnödt (Speinshart) das Ehrenzeichen in Gold und die Ehrenurkunde des Freistaats, unterzeichnet von Joachim Herrmann, dem Bayerischen Staatsminister des Innern. Als Geschenk des Landkreises übergab der Landrat jeweils eine seidene Landkreis-Krawatte. Entschuldigt war Kamerad Johann Kroher (Zettlitz).

Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ehrte der Landkreischef Thomas Ackermann (Barbaraberg), Günther Diepold (Speinshart), Manfred Diepold (Haselhof), Josef Rupprecht (Haselbrunn), Markus Schrembs (Speinshart), Bernhard Seitz (Speinshart) und Günter Sollner (Münchsreuth). Rainer Schmid (Vorbach) fehlte entschuldigt. Die Jubilare erhielten das Ehrenzeichen in Silber und ebenfalls eine Ehrenurkunde des Staatsministers des Innern. Nicht fehlen durfte das obligatorische Schnupftabak-Döschen des Landkreises.
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