"Ein strahlender Jubiläumstag"

Die Leistungen von Gründungsmitglied Willi Bäuml, Maria Walter und Anni Frauenholz (vorne, von links) hob Vorsitzender und Bürgermeister Albert Nickl (Zweiter von rechts) besonders hervor. Seinem Dank schlossen sich Pater Adrian Kugler (Dritter von links) und stellvertretender Vorsitzender Ludwig Geigenmüller (rechts) gerne an.
Lokales
Speinshart
03.06.2015
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"Ein Haus voll Glorie schauet, weit über alle Land, aus ew'gem Stein erbauet, von Gottes Meisterhand": Voll Innigkeit stimmten die Münchsreuther - und mit ihnen viele Besucher aus der Pfarrei Speinshart und der Expositur Oberbibrach - das bekannte Kirchenlied an: Gott zur Ehr und den irdischen Erbauern der Maria-Hilf-Kapelle zum Dank.

Hunderte von Gläubigen feierten mit Pfarrer Pater Adrian Kugler ein kleines Jubiläum: Vor 40 Jahren war das prächtige Kirchlein, das im Schutz einer mächtigen Eiche steht, durch beispiellosen Einsatz der Dorfbewohner entstanden.

Ein weißblauer Himmel wölbte sich am Sonntagvormittag zur Festmesse über die architektonisch ansprechende Maria-Hilf-Kapelle und die vielen Gottesdienstbesucher. Vor dem kleinen Gotteshaus lobte Pater Adrian die Münchsreuther schon zu Beginn für ihren guten Draht zur Muttergottes. Und: "Ein strahlender Jubiläumstag wird noch durch die Leuchtkraft des Dreifaltigkeitsfests bekräftigt."

In seiner Predigt begrüßte der Seelsorger die Wahl der Muttergottes als Kirchenpatronin als programmatische Entscheidung: "Maria ist uns Programm und Glaubenshilfe in allen Lebenslagen." Ein Stück ihres Lebenswegs nachzeichnend - von der Geburt Jesu bis zum Weg nach Golgatha - zog der Prämonstratenser-Chorherr Parallelen zwischen den Lebensstationen der Muttergottes und jenen der Gläubigen. "Die Wege Mariens sind auch unsere Wege", betonte er und verwies auf Abtreibung oder die Flüchtlingsdramen. "So wie die Muttergottes damals leiden auch heute viele Menschen unter Unrecht." Ein Blick auf die Lebensgeschichte Mariens mit ihrer zuversichtlichen Ausrichtung auf Gott tröste.

Ereignis ohne Fortsetzung

Der Weg Mariens mit Jesus nach Jerusalem war ebenfalls Anlass für Vergleiche. "Welche Eltern nehmen heute ihre Kinder in den Gottesdienst mit?", fragte Pater Adrian. Für viele Mädchen und Buben sei der Empfang der Erstkommunion leider ein "einmaliges" Ereignis ohne Fortsetzung. "Möge unser Leben mit der Fürsprache und Hilfe der Muttergottes gelingen", wünschte er allen.

Im Namen des Vereins zur Errichtung und Erhaltung der Kapelle begrüßte Vorsitzender und Bürgermeister Albert Nickl die Gäste. Nach einem Rückblick auf die Dorfgeschichte ging er auf die beispielhafte Gemeinschaftsaktion der Einwohner zum Bau des neuen Dorfmittelpunkts vor 40 Jahren ein. Das Jubiläum sei ein besonderer Anlass, allen Gründungsvätern zu danken. Dabei hob der Vorsitzende Karl Scherl als besonderen Förderer und Spender der Glocke hervor.

Als "echter" Münchsreuther habe er die Entwicklung der Kapelle vom Gebetsort zum lebendigen Gemeinschaftshaus beobachtet, erklärte Nickl. Zusammenfassend dankte er der seelsorgerischen Betreuung durch die Pater Wolfgang, Emmanuel, Adrian und Benedikt vom Kloster Speinshart sowie allen "weiteren guten Geistern". Namentlich erwähnte Nickl die Pflege "um Gottes Lohn" durch Maria Walter (seit 1975), Margarete Wiesent und Anni Frauenholz.

Gemütliches Fest

Auch ein Lob an den Vorstand und die vielen Mitglieder des Vereins fehlte nicht. Mit seinem Dank verband der Vorsitzende den Wunsch, der ehrenvollen Aufgabe zum Erhalt der Kapelle weiter nachzukommen.

Es folgte ein gemütliches Fest auf dem benachbarten Hirthaus-Gelände mit Frühschoppen, Weißwurstessen und musikalischer Unterhaltung durch stellvertretenden Vorsitzenden Ludwig Geigenmüller. Bereits den Gottesdienst hatte der Münchsreuther am Keyboard musikalisch begleitet. Zünftig feierten die Einwohner und Gäste bis in den Abend hinein. In das Weihejubiläum eingebunden war auch eine Maiandacht.
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