Es läuft in Speinshart

Rekordbesuch verzeichnete die Kommune bei der Bürgerversammlung im Gemeindezentrum. Bürgermeister Albert Nickl wertete das starke Interesse der Einwohner als gutes Zeichen dafür, die Zukunft im Einklang zwischen Gemeinderat und Bürgern, Politikern, Behörden und Zuschussgebern zu gestalten. Bild: do
Lokales
Speinshart
06.03.2015
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Die Klosterdorfgemeinde blüht. Und das nicht nur im beginnenden Frühling. Bürgermeister Albert Nickl zeichnete bei der Bürgerversammlung das Bild einer Kommune, die Zukunft hat - auch demografisch.

Denn die Bevölkerungsentwicklung ist positiv: Die Gemeinde verzeichnet mehr Geburten als Sterbefälle. Aktuell sind es 1117 Bürger, die in Speinshart wohnen, berichtete Nickl den interessierten Bürgern, die in Scharen ins Gemeindezentrum gekommen waren.

Die Grundschule ist gesichert, die Kindertagesstätte wird konstant gut angenommen, die Infrastruktur lässt kaum Wünsche offen und die Prämonstratenser-Abtei entwickelt sich zu einem Zentrum des Glaubens und der Kultur. Stolz ist der Bürgermeister auch auf ein weiteres Wohlfühl-Barometer: den Gemeinsinn der Bürger. Das ehrenamtliche Engagement blüht.

Es läuft in Speinshart - eigentlich könnte sich der Rathauschef entspannt zurücklehnen. Doch Stillstand ist Rückschritt, weiß er. Zwar möchte der Familienvater nicht mehr selbst aktiv zu einer positiven Geburtenentwicklung beitragen, aber werben für eine solche möchte er schon noch. Die Voraussetzungen für eine familienfreundliche Gemeinde sind jedenfalls da: Nickl berichtete von einer erfreulichen Welle an Eheschließungen. Und das Eheglück in der Klosterdorfgemeinde scheint vollkommen: Jedenfalls registrierte das Standesamt der Verwaltungsgemeinschaft für Speinshart im Berichtszeitraum keine einzige Scheidung.

Einsatz für den Nachwuchs

Der Grundschule bescheinigte der Bürgermeister gute pädagogische Erziehung. Nickl prognostizierte trotz hoher Übertritts-Quoten in weiterführende Bildungseinrichtungen eine gesicherte Zukunft und pries die neuen Richtlinien zur Sportförderung von Kindern und Jugendlichen. Diese kämen besonders beim FC Tremmersdorf/Speinshart und beim SKC Klosterkegler gut an. Er erinnerte an den Beitritt der Gemeinde zur Musikschule im Vierstädtedreieck und verwies auf Verbesserungen in der Schülerbeförderung. Ebenso würdigte er die Mittags- und Nachmittagsbetreuung des Nachwuchses.

Das Fundament einer gesunden und zukunftsfähigen Gemeinde sind geordnete Finanzen. Auch darauf ging der Rathauschef in seiner fast zweistündigen Leistungsschau, untermalt mit einer Bilderpräsentation, ein. Von dürren Zahlen begleitet waren die Ausführungen zu den wichtigsten Einnahmequellen und den größten Ausgabeposten der Kommune.

Stattliche Sonderzuweisung

Von einem "Glücksfall" sprach Nickl dabei: der Stabilisierungshilfe. Speinshart war eine der Gemeinden, die in den Genuss der staatlichen Sonderzuweisung kamen.

Die Zuwendungen aus dieser unverhofften Geldquelle summierten sich in den vergangenen zwei Jahren auf stattliche 530 000 Euro. "Dies senkt den Schulden- und Tilgungsdienst erheblich", merkte der Bürgermeister an. Die Schulden der Kommune halbieren sich.
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