Familientreffen mit Muttergottes

Abt Philipp Lobkowicz: "Die Mutter Gottes steht in unserer Mitte."
Lokales
Speinshart
06.10.2015
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Rosenkranzkönigin, Mutter, du Reine ... Die schönsten Kirchenlieder sind Marienlieder, die katholische Frömmigkeit ist marianisch gefärbt. Auch für Abt Philipp Lobkowicz von der Prämonstratenser-Abtei Tepl stand beim Rosenkranzfest in Speinshart fest: Die Mutter Jesu steht in unserer Mitte. Sie ist die Mutter der Gläubigen.

Es war ein besonderes Rosenkranzfest. "Wenn Freunde aus Tepl kommen, ist das ein Festtag", formulierte Prior Pater Benedikt Schuster seinen Gruß an den Prämonstratenser-Kollegen aus Tschechien und Abt Philipp Lobkowicz bestätigte: "Ja, wir bilden eine Gemeinschaft, die sich schon seit der Wiederbesiedlung Speinsharts im Jahr 1921 gegenseitig befruchtet." Verbunden mit diesem Bekenntnis zur Partnerschaft war der Dank des Abtes an Pater Hermann-Josef Wolf für dessen Rolle bei der Überwindung des Eisernen Vorhanges und für die Unterstützung des Klosters Tepl.

Viel los am Altar

Ungebrochen ist der Zuspruch für das Hauptfest der Rosenkranz-Bruderschaft. In der Klosterkirche drängten sich die Gläubigen, als ein starker liturgischer Dienst mit Abt Philipp Lobkowicz als Hauptzelebrant und die Chorherren der Abtei zum Festgottesdienst ins barocke Kleinod einzogen. Bereits die Vigil am Freitagabend mit neuen geistlichen Gesängen und meditativen Texten stieß auf großes Interesse und auch die Vorabendmesse mit anschließender Lichterprozession wurde zu einem Plädoyer marianischer Tradition.

Dieses Bekenntnis zur Marienverehrung bekräftigte Abt Philipp Lobkowicz in seiner Predigt am Rosenkranz-Sonntag. Nach einem Rückblick auf die Entstehung des Rosenkranzgebetes beim Sieg der christlichen Flotte über die Türken in der Seeschlacht im Golf von Lepanto im Jahr 1571 urteilte der Kirchenführer: "Diese Befreiung durch das Gebet ermutigt die Welt, das Gebet als Kraftspender zu nutzen." Den Gläubigen empfahl der Prediger, die Worte der Gottesmutter "mir geschehe nach deinem Wort", beschrieben im Lukas-Evangelium, als Lebensinhalt zu praktizieren. "Ein Leben im Vertrauen auf Gott, mit der Mutter Jesu im Herzen und das Rosenkranz-Gebet auf den Lippen." Mit diesem Dreiklang lud der Abt zu einem Leben in Freude und Hoffnung ein. Die Fürbitten galten der Gnade und dem Segen für alle Rosenkranz-Beter.

Feierliche Musik

Einen großartigen Rahmen gab der Pontifikalmesse die feierliche Musik. Der Projektchor der Pfarreien-Gemeinschaft Speinshart brachte mit Unterstützung eines Streicherensembles mit voller Hingabe und feinem Sinn die "Missa laetatus sum" von Wolfram Menschick zu Gehör. Die Streicher führte Willibald Wirth. An der Orgel spielte Anneliese Beer.

Der Festmesse folgte eine farbenfrohe eucharistische Prozession durch den Klosterhof. Der geplante Prozessionsweg rund um das Klosterdorf fiel wegen des einsetzenden Regens kürzer aus. Am Sonntagnachmittag lud die Klostergemeinschaft zu einer Vesper. Den musikalischen Abschluss des Rosenkranzfestes bildete ein Benefizkonzert. Nach dem Sonntagsgottesdienst zog die Gemeinde in einer eucharistischen Prozession durch den Klosterhof.
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