Fest eine Eier legende Wollmilchsau

Der Festplatz im Klosterhof glich beim Familienfest des Obst- und Gartenbauvereins einer kunterbunten Hühnerfarm.
Lokales
Speinshart
08.07.2015
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Ein goldenes Huhn mit drei goldenen Eiern als Geschenk. Wer sagt da nicht nein. Darüber durfte sich bei einer farbenfrohen "Hühnerschau" des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Schirmherr Hermann Ott freuen. Nun hoffen die Speinsharter, dass die Botschaft beim Bankdirektor Wirkung zeigt.

Denn ganz so selbstlos war das Geschenk nicht. Vorsitzender Josef Höllerl verband die symbolische Geste mit der leisen Hoffnung, der Bankdirektor möge die goldenen Eier zum künftigen Maßstab für die Unterstützung seiner Heimatgemeinde machen. Einfälle muss man eben haben.

In Speinshart gab es kunterbuntes Federvieh zu bestaunen. Nur das vertraute Gackern und Krähen vermissten die vielen Zuschauer beim Familienfest des Vereins. Zu den klassischen Arbeiten und Aufgaben der Genussgärtner kam am Sonntag Spektakuläres. Ein schillerndes Hühnervolk entzückte auf dem Festplatz zwischen der Klosterkirche und der Wieskapelle. Die Aktion "Die Hühner sind los" machte neugierig.

Rund 240 Kunstwerke

Farbenfroh leuchteten die zirka 240 Exemplare, die selbst in der Sommerhitze ohne Wasser und Futter keine Erschöpfungszustände erkennen ließen. Den Besuchern strahlte es in allen Farben und Formen entgegen, bewacht von einem zwei Meter großen Huhn der Zukunft. Die Präsentation entwickelte sich zu einem Schaulauf künstlerischer Formen und Ideen. Für viele Gäste waren es willkommene Geschenke für Haus und Garten. Für Josef Höllerl kam Symbolkraft hinzu. "Hühnerhaufen gehören zu unserer Kulturlandschaft", bemerkte er und wusste aus Beobachtungen: "Hühner im Obstgarten halten Ungeziefer fern."

Wunderbare Kunstwerke nannte er den großen "Hühnerstall" mit 170 Kindern als liebenswerte Hauptakteure. Buben und Mädchen aus der Klosterdorfgemeinde, der Grundschule am Rauhen Kulm, der Grundschule Grafenwöhr und der Schulvorbereitenden Einrichtung Grafenwöhr präsentierten Bastelarbeiten zum Verlieben. Hähne und Hennen kreierte der Nachwuchs mit Unterstützung von OGV-Teams und der Eltern in erstaunlicher Vielfalt. Höllerl berichtete von einer ungeahnten Begeisterung beim Werkeln. Da verschlug es selbst den Königen der Hühner die Stimme, aber nicht die Eitelkeit. Die Hähne leuchteten mit dem Hühnervolk um die Wette.

Vor einigen Monaten hatten die Kinder mit Luftballons, Zeitungsschnipseln und jeder Menge Kleister für die Hühner-Invasion geübt. Beim Familientag kam es nun zur großen Sause. Auf Sperrholz vorgeschnitten, ließ der Nachwuchs im Klosterhof eine Hühnerfarm aus kunterbuntem Federvieh, witterungsbeständig und in vielen Formen und Farben, entstehen. Dem konnten auch die Ehrengäste Prior Pater Benedikt Schuster, Pfarrer Adrian Kugler, stellvertretende Bezirksvorsitzende Rosa Prell, Kreisvorsitzender Bürgermeister Albert Nickl, Rektor Franz Ficker und Hollunderkönigin Teresa Nickl nicht widerstehen.

Schirmherr Hermann Ott bescheinigte dem OGV-Team und der großen Kinderschar viel Leidenschaft beim Einsatz für Natur und Heimatkultur. Auch die Festgäste bekamen es mit den Hühnern zu tun. Goldene Eier ermunterten den Bankdirektor zu weiteren "Großtaten", den Ortspfarrer überraschte der Vorsitzende mit einem Huhn mit Klosterblick, des Bürgermeisters Henne zierte ein Gemeindewappen, und der Gockel für Raiffeisenbank-Geschäftseiter Richard Götz trug 600-Euro-Scheine.

Quiz für Kinder

Danach ging's erst so richtig rund. Jetzt war der Nachwuchs los, und die glänzend aufgelegte Jugendblaskapelle Kirchenthumbach unter Leitung von Jürgen Böhme. Spiel, Spaß, Musik und gute Laune standen fortan im Mittelpunkt. Viele Buben und Mädchen vergnügten sich beim Eierlauf. Beim Hühner-Rätsel vermittelte der OGV Interessantes und Spannendes über das Hühnerleben. Bei der Fragenstellung wechselte sich Wissenswertes vom Eierlegen bis zum Begriff einer "alten Hehna" ab.

Weitere Gewinnchancen für Eis-, Kino- und Pizzagutscheine bestanden bei einer Verlosungsaktion mit Holunderkönigin Teresa I. Insgesamt zehn Kunstwerke konnten die Besucher zugunsten der Aktion "Hilfe für Anja" ersteigern. Den gemütlichen Festnachmittag rundete bei subtropischen Temperaturen das reichliche Getränke- und Speisenangebot ab. Als Fluchtburg vor der Nachmittagshitze erwies sich dabei die Wieskapelle. In der angenehmen Kühle des "heiligen Ortes" luden die OGV-Damen zu duftendem Kaffee und leckeren Torten und Kuchen.
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