Forstbetriebsgemeinschaft: Infos über Waldbauernschule
Zum Unterricht in den Wald

Leiter Manfred Schwarzfischer stellte die Bayerische Waldbauernschule in Kelheim vor. Bild: rn
Lokales
Speinshart
06.03.2015
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Die Bayerische Waldbauernschule Kelheim ist eine bundesweit einmalige Einrichtung: Sie dient privaten und kommunalen Waldbesitzern als forstfachliche und -technische Bildungs- und Prüfungsstätte. Ihr Leiter Manfred Schwarzfischer war Gastredner bei der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Eschenbach im Gemeindezentrum Speinshart (wir berichteten).

Schwarzfischer hatte die lange Anreise auf sich genommen, um die Waldbauern der Region über die Vielfalt der Fortbildungsmaßnahmen zu informieren. Er nutzte sein Referat zu dem dringenden Appell, die Angebote zu nutzen. Die Waldbauernschule stellte er als eine "staatliche und zugleich Mischbehörde" vor, deren Leitungs-, Lehr- und Büropersonal von der Bayerischen Forstverwaltung gestellt werde. Der Sachaufwand obliege komplett dem Verein Bayerische Waldbauernschule.

Verdoppelung das Ziel

Das steigende bundesweite Interesse am Lehrgangs- und Veranstaltungsangebot habe dazu geführt, dass sich seit 2004 die jährlichen Teilnehmertage von 750 auf 2200 erhöht haben. "Wir streben jedoch für Kurse und Lehrgänge bis zu 4500 bis 5000 jährliche Unterrichtstage an", erklärte Schwarzfischer. In Wort und Bild informierte er dann über die räumlichen Gegebenheiten sowie den 600 Hektar großen Schulwald mit einem jährlichen Hiebsatz von 4000 Festmetern: "Beim Unterricht an unserer Schule verschmelzen Theorie und Praxis."

Auch kürzere Kurse

Als Inhalte des vierwöchigen Grundlehrgangs zählte er auf: Theorie, Holzverwertung, handwerkliche Praxis - zum Beispiel an der Motorsäge - und Betriebswirtschaft. Werbung betrieb der Schulleiter auch für kürzere forsttechnische Lehrgänge und Kurse. Die Inhalte hier: persönliche Schutzausrüstung, Motorsägen, mechanische und hydraulische Fällhilfen, Sägen am Spannungssimulator, Baumpflege auf der Hebebühne, Schleppereinsatz, Seilwinden oder Schlepper mit Rückwagen.

Aus seiner langjährigen Erfahrung heraus empfahl Schwarzfischer nach einem Grund- oder Basislehrgang einen Fortgeschrittenenkurs, einen Lehrgang "Praxis für Profis" oder eine Praxisschulungen für Junglandwirte. Auch für Holzrücker, für Anpflanzungen und Astungen gebe es spezielle Angebote. Zugleich versicherte der Referent, dass die Waldbauernschule stets über die neuesten Geräte und Maschinen verfüge und diese nicht älter als ein Jahr seien. FBG-Vorsitzender Markus Heining bedankte sich mit "Medizin", einem regionalen Erzeugnis aus dem Steinwald, für die Informationen.

Bürgermeister und Hausherr Albert Nickl bescheinigte der Forstbetriebsgemeinschaft Eschenbach eine gute Arbeit und bezeichnete sie als eine wichtige Interessenvertretung der Waldbauern und kommunalen Waldbesitzer. Im Holz sah er einen wichtigen Rohstoff, bei dem das Geld in der Region bleibe.
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