Frieder Kahlert vom Theater "Maskara" begeistert Schüler
Ein Tausendsassa auf der Bühne

Einen Höhepunkt im Schultag bereitete Frieder Kahlert vom Theater "Maskara" den Schülern und Kindergartenkindern im Speinsharter Gemeindezentrum. Indem er auf der Bühne stehende Masken benutzte, spielte er sämtliche Rollen des Stückes selbst. Bild: ow
Lokales
Speinshart
12.12.2014
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Eine nicht alltägliche Vorstellung erlebten die Kinder der Grundschulen Am Rauhen Kulm/Speinshart und Oberbibrach sowie die Vorschüler der Kindergärten Speinshart, Trabitz und Neustadt am Kulm: Im Speinsharter Gemeindezentrum war das Theater "Maskara" zu Gast. Darsteller Frieder Kahlert aus Ortenbrunn bei Passau begeisterte mit seinem außergewöhnlichen mimischen Geschick nicht nur die rund 200 jungen Besucher, sondern zog auch die Erwachsenen in seinen Bann.

Mit seinem Ein-Mann-Theater führt der Schauspieler die alte Tradition der aus Italien stammenden "Comedia dell'arte" fort und erzählt, wie früher die Jahrmarktskünstler, Märchen für Jung und Alt. Mit Hilfe von selbst entworfenen kunstvollen Ledermasken schlüpft er in alle Rollen selbst, wechselt blitzschnell Stimme und Körperhaltung und verleiht so jeder Figur ihren eigenen Charakter.

Kahlert agiert, erzählt, singt, tanzt und bedient daneben noch alleine die Kulissenbilder. Zudem untermalt er seine Darbietung mit einem Orchester - das er natürlich ebenfalls selbst ist. Dabei benutzt er selbst gefertigte Instrumente wie ein gebogenes Wasserrohr. Die schrillen Töne und Halleffekte, die mittels Tontechnik erzeugt werden, passen gut zur fremdartig erscheinenden Darbietung.

Mit viel Spaß und Witz sowie voller Hingabe erzählte beziehungsweise spielte der virtuose Tausendsassa den Speinsharter Zuschauern die Geschichte "Hans, mein Igel". Darin wird ein Bauer von den anderen Männern verspottet, weil er keine Kinder hat. Das ärgert ihn so sehr, dass er zu Hause laut ausruft: "Ich will ein Kind haben und sollt's ein Igel sein!" Kurz darauf gebar seine Frau ein Kind, das oben ein Igel und unten ein Junge war.

Wegen seines Aussehens verbringt Hans der Igel seine Kindheit zurückgezogen in der Stube. Das ändert sich, als er einen Dudelsack bekommt. Auf einem Gockelhahn reitend und das Instrument spielend, zieht er in die Welt hinaus. Schließlich rettet er den König, der sich in einem großen Wald verlaufen hat. Als Lohn bekommt er dessen Tochter zur Frau. Und letztlich fällt seine Igelhaut von ihm ab und er verwandelt sich in einen jungen Prinzen.

Mit einem Riesenapplaus bedankten sich die 200 Mädchen und Buben bei dem Ein-Mann-Ensemble für die gelungene Aufführung. Um die Kosten für die Kinder zu reduzieren, unterstützte der Förderverein der Speinsharter Schule das Gastspiel mit einer Spende.
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