Früchte des Zuchtjahres

Einen vorzüglichen Zuchtstand bescheinigten die Richter den Hühnern, Gockeln, Tauben und Enten der Tremmersdorfer und Speinsharter Kleintierzüchter. Unser Bild zeigt: (von links) Schirmherr und Bürgermeister Albert Nickl, Ausstellungsleiter Alexander Böhm, Martin Grabowski (Vereinsmeister Hühner), Milena Grabowski (Jugendmeisterin Enten und Hühner), Vorsitzenden Josef Kaufmann (Vereinsmeister Tauben), Ausstellungsleiter Sebastian Böhm (zugleich zweiter Vereinsmeister Tauben) und Klaus Lingl (dritter Verein
Lokales
Speinshart
01.12.2015
11
0

Sie hat auch nach einem Vierteljahrhundert nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt, die Lokalschau des Kleintierzuchtvereins Tremmersdorf/Speinshart. Das Besondere: Seit der ersten Schau vor 25 Jahren gestaltet Josef Kaufmann, der Gründungsvorsitzende des Vereins, die Ausstellung maßgeblich mit.

Richtete Bürgermeister und stellvertretender Landrat Albert Nickl als Schirmherr beim Rundgang durch die prächtig dekorierte Halle sein Augenmerk auf die Farbgebung der tierischen Schönheiten, blieb Kaufmanns geübter Blick an anderen Qualitätsmerkmalen hängen. "Schauen Sie nur den wunderbaren Körperbau dieses Vogels an", forderte er den Bürgermeister schmunzelnd auf.

So hatten beide ihre Freude an der Pracht der gurrenden, gackernden und krähenden Zweibeiner. Vierbeiner gibt es bei den Tremmersdorfer Kleintierzüchtern nicht zu bestaunen: Eine Kaninchensparte fehlt.

Der Geräuschpegel in der Halle war Musik in den Ohren aller Tierfreunde. Es schien, als hätten die Züchter nur ihr glücklichstes Federvieh mitgebracht, um der Jubiläumsschau die Ehre zu erweisen. Dabei steht das große Jubiläum noch aus: Im nächsten Jahr folgt das 25-jährige Bestehen des Kleintierzuchtvereins selbst.

Vorsitzender Josef Kaufmann würdigte die Lokalschau als Ergebnis ganzjähriger intensiver Zuchtarbeit. Ein erfolgreiches Zuchtjahr bestätigten auch die Ausstellungsleiter Alexander und Sebastian Böhm. Gleichzeitig dankten sie den acht Alt- und sechs Jungzüchtern für die Bereitschaft, "die Früchte des Jahres" von Experten bewerten zu lassen und das beurteilte Federvieh einem tierfreundlichen Publikum bei einer Schau näher zu bringen.

"Besonders bodenständig"

Diese öffentliche Darstellung hielt auch Schirmherr Albert Nickl für wichtig. Denn er hat beobachtet: "Mit dem Höfe-Sterben im landwirtschaftlichen Bereich geht ein Rückgang in der Kleintierhaltung einher."

Umso mehr lobte das Gemeindeoberhaupt die Begeisterung der Kleintierzüchter für ihr Hobby und die damit verbundenen Möglichkeiten, Kindern das Tierleben näher zu bringen. Nickl würdigte Züchter und Verein als "besonders bodenständig" und verband seinen Wunsch auf weitere leidenschaftliche Tierzucht und -pflege mit der Übergabe einer Spende.

Kleines und großes Federvieh gab es dann beim Eröffnungsrundgang zu bestaunen - und viele gute Bewertungen durch die Richter Otto Endler (Mehlmeisel) und Harald Kull (Neudrossenfeld). Schon um 6 Uhr morgens hatten sie mit ihrer Begutachtung begonnen.

"Gute Benotung"

Die Ergebnisse konnten die Besucher wenige Stunden später an den Käfigen betrachten: Rosetten in Rot, Blau, Gelb oder Grün kündeten von Spitzenbewertungen, die von "gut" bis "hervorragend" und "vorzüglich" reichten. Die ergänzenden Kommentare der Gutachter bestätigten die züchterischen Leistungen. "Feines Tier mit hervorragenden Rassemerkmalen", hieß es da, oder "sehr guter Stand mit prima Kopfpunkten".

Die Bewertungen mit bis zu 97 Punkten - zum Beispiel der "Bielefelder Kennhühner", der "Ayam Cemani", der "Zwerg-New-Hampshire" der "Mondain rotfahl", der "Deutschen Modeneser" oder der "Kupfergimpel" - ergänzten Hinweise zum Gewinn von Preisen bis hin zum Landesverbandspreis. Eine "durchweg gute Benotung" der insgesamt 150 Hühner, Gockel, Enten und Tauben, wie Ausstellungsleiter Alexander Böhm urteilte. Zu den Champions der Lokalschau gehörten Martin Grabowski (Hühner) und Vorsitzender Josef Kaufmann (Tauben). Im Jugendwettbewerb siegten Milena Grabowski (Enten und Hühner) und Bastian Edl vor Fabian Edl (Tauben). Die Siegerehrung folgt im Zuge einer Meisterschaftsfeier. Eine große Tombola sowie eine durchgehend geöffnete Küche und Cafeteria trugen zusätzlich zu einer abwechslungsreichen, gemütlichen und gewohnt souverän verlaufenden Lokalschau bei.
Weitere Beiträge zu den Themen: Tremmersdorf (394)Dezember 2015 (2649)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.