Für die Ewigkeit

Frater Johannes Bosco hat ein besonderes Faible für Sonnenblumen. Sie werden auch bei der Feier der "Ewigen Profess" am 5. September die Klosterkirche schmücken. Bild: stg
Lokales
Speinshart
27.08.2015
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Er hat das Gefühl, das Richtige zu tun: Am 5. September wird Frater Johannes Bosco bei den Speinsharter Prämonstratensern die Profess auf Lebenszeit ablegen.

Aus dem Kloster ist er nicht wegzudenken, Frater Johannes Bosco verkörpert einen Teil der Zukunft der Abtei. Mit 30 Jahren ist er das zweitjüngste Mitglied des Konvents. "Die Zeit seit der Einkleidung ist sehr schnell vergangen", blickt der gebürtige Weidener zurück. Am 17. September 2010 hatte ihn der Konvent in der Filialkirche St. Peter und Paul in Tremmersdorf aufgenommen, in der Klosterkirche lief gerade die Sanierung. Am 8. September 2012 folgte die Zeitliche Profess.

Meist in Regensburg

"Wenn ich zurückblicke, habe ich mich bereits während des Noviziats eingelebt", erzählt der junge Ordensmann. Und er habe auch den Eindruck gewonnen, bei den Leuten in und rund um Speinshart angenommen worden zu sein. Frater Johannes Bosco ist zwar fest verankert im Speinsharter Konvent, zugleich aber "in erster Linie Student". Zum Wintersemester 2011/2012 hatte er das Theologie-Studium in Regensburg aufgenommen, unter der Woche ist er in der Vorlesungszeit dementsprechend auch meist nicht in Speinshart anzutreffen. Im Sommer 2016 will der Frater das Studium voraussichtlich beenden, wenn alles nach Plan läuft, dann folgen im Dezember 2016 die Diakonenweihe und schließlich Pfingsten 2017 die Priesterweihe.

Das Leben in Speinshart gefällt Frater Johannes Bosco: "Ich würde mich als harmoniebedürftigen Menschen bezeichnen, der die Gemeinschaft sucht". Dennoch räumt er auch freimütig ein, in manchen Dingen ein "Oberpfälzer Sturschädel" zu sein. Da halte er auch nicht mit seiner klaren Meinung und Haltung hinterm Berg. "Insgesamt bin ich in den vergangenen fünf Jahren aber schon gelassener geworden", so Frater Johannes Bosco. Natürlich gelte auch für das Klosterleben dasselbe wie für das "normale" Leben - "es gibt Höhen und Tiefen". Im Kloster lebe man mit seinen Mitbrüdern wie in einer Familie, da seien dann auch gelegentliche Meinungsverschiedenheiten nicht ausgeschlossen.

Neben seiner Studententätigkeit hat Frater Johannes Bosco aber auch vor Ort Aufgaben übernommen - beispielsweise die Jugendarbeit in der Pfarreiengemeinschaft und das Amt des Zeremoniars. In letzterer Funktion ist er vor allem für die Koordination und den reibungslosen Ablauf der liturgischen Großereignisse zuständig. Und gerade auch in der Weihnachtszeit ist im Kloster deutlich die Handschrift des Fraters zu sehen: Krippensammeln ist sein großes Hobby und auch das Schmücken von Christbäumen hat es ihm angetan. Nachdenklich wird er, wenn er über das vergangene Jahr spricht, über die Zeit, in der er Pater Emmanuel bis zu dessen Tod begleitet hat. "Die Zeit hat mich sehr geprägt", berichtet er. In den letzten Lebensmonaten habe sich eine sehr enge Verbindung zwischen beiden entwickelt, Frater Johannes Bosco war auch an seiner Seite, als Pater Emmanuel am 24. Januar im Weidener Klinikum gestorben ist.

Bei den Menschen

Wenn Frater Johannes Bosco über die eigene Zukunft nachdenkt, dann sieht er sich im priesterlichen Dienst - in diesem Wunsch wurde er auch bestärkt durch sein mehrwöchiges Pfarrpraktikum in diesem Jahr in Kirchenlaibach. "Ich möchte gerne draußen bei den Menschen sein", so der Frater.
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