Für Parkplatz "sehr aufwendig"

Hier soll der Veranstaltungsparkplatz gebaut werden: Auf der linken Seite sollen entlang des Radwegs Tremmersdorf-Speinshart 59 Stellplätze entstehen. Zur Lösung der Parkplatz-Problematik ist außerdem ein "Alltagsparkplatz" westlich des Klosterdorfes vorgesehen. Durch die Doppellösung soll erreicht werden, dass Autos von Besuchern und Gästen gar nicht erst in den Klosterhof hineinkommen. Bild: do
Lokales
Speinshart
01.09.2015
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"Wir hoffen, dass der Klosterhof weitgehend frei von fremden Autos bleibt." Das ist das langfristige Ziel, das die Gemeinde und Bürgermeister Albert Nickl mit ihren Parkplatz-Planungen verfolgen. Die angespannte Lage könnte sich sogar schon bis Jahresende etwas entschärfen.

"Wenn alles gut läuft, soll der Veranstaltungsparkplatz eventuell noch heuer verwirklicht werden", informiert Bürgermeister Albert Nickl auf NT-Anfrage. 59 Stellplätze - aktueller Stand - sollen westlich des Radwegs nach Tremmersdorf entstehen. Sie sind nur für eine gelegentliche Nutzung gedacht.

Auf dem neuen "Alltagsparkplatz" auf einer Wiese westlich des Klosterhofes sind zudem 73 Stellplätze vorgesehen: für die Fahrzeuge der Gäste der Internationalen Begegnungsstätte und der Klostergastwirtschaft, über deren Grundstück auch der Fußweg in den Klosterhof verlaufen wird.

Zahlreiche Interessen

In der Anliegerversammlung im Februar seien die Teilnehmer "unisono der Meinung gewesen, dass das eine gute, vernünftige Lösung ist", merkte der Bürgermeister zu der geplanten Doppellösung an. Diese sei "intensiv weiterzuverfolgen", so der Tenor der Veranstaltung. Ursprünglich hatten an die 20 Vorschläge vorgelegen. Die hohe Zahl erklärt Nickl mit der Vielzahl der Interessen, die es zu berücksichtigen gelte.

Da seien in erster Linie die Dorfbewohner, denen "es nicht mehr zuzumuten ist, dass das wilde Parken ihr Leben beeinträchtigt". Außerdem müsse man das Kloster und die Klostergaststätte im Blick haben: "Wir wollen nicht, dass die wachsende Pflanze einen Schock kriegt." Und nicht zuletzt seien da die Behörden: "hauptsächlich Denkmalpflege, aber auch Dorferneuerung und Regierung der Oberpfalz", zählt der Bürgermeister auf.

Intensive Abstimmungsgespräche seien die Folge. Die Entschärfung der Parkplatz-Problematik könne deshalb "nicht von heute auf morgen" erfolgen: "Das braucht seine Zeit." Zumal "jeder Parkplatz eine negative Beeinträchtigung des Dorfbildes ist": "Uns geht es darum, dass der Parkplatz gebaut wird, der am verträglichsten ist", betont Nickl.

Jetzt seien die Planungen dafür weit gediehen, berichtet der Gemeindechef. Das Ingenieurbüro Georg Zunner aus Amberg habe die Parkplatz-Studie erarbeitet, Diplom-Ingenieur Hannes Oberndorfer sei mit der detaillierten Planung für die Bauausführung befasst. Zudem sei ein Landschaftsplaner damit beauftragt, den naturschutzrechtlichen Ausgleich zu berechnen. Der Naturschutz habe bereits seine Zustimmung erteilt, und es habe "gute Gespräche" mit den Eigentümern der Grundstücke gegeben, die für die Parkplätze und die öffentliche Zufahrtsstraße benötigt werden.

Sehr aufwendiges Projekt

Auch die Finanzierung sei gesichert, teilt Nickl mit und spricht von einem Investitionsvolumen deutlich im sechsstelligen Bereich - das Projekt sei für einen Parkplatz "sehr, sehr aufwendig". Für den Veranstaltungsparkplatz gebe es sogar schon "grünes Licht" für eine Förderung durch die Dorferneuerung; der Alltagsparkplatz solle durch die Städtebauförderung bezuschusst werden. Und beim Restbetrag "muss das Kloster sich einbringen", stellt der Bürgermeister klar. Dies sei bei jeder Versammlung auch schon gesagt und mit den Prämonstratensern besprochen worden. "Details sind noch nicht geregelt. aber das Kloster ist dabei."

Detailliertere Informationen wird Albert Nickl in der Anliegerversammlung am 22. September geben. Allerdings schränkt er generell ein: "Das ist noch nicht das letzte Wort." Der Bau der neuen Parkplätze könne nur im Einvernehmen mit den verschiedenen Interessen erfolgen und müsse finanziell tragbar sein.
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