Grüne haben viele Fragen

Dass auf dieser Wiesenfläche westlich des Klosterdorfs neue Parkplätze gebaut werden sollen, halten die beiden Grünen-Gemeinderäte Barbara Müller und Johann Mayer für keine gute Idee. Zudem sei - auch nach einem halben Jahr - noch nichts Genaueres dazu bekannt, monieren sie. Bild: stg
Lokales
Speinshart
29.08.2015
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Parkplätze im Klosterdorf Speinshart sind bei Großveranstaltungen Mangelware. Planungen für einen neuen Abstellplatz gibt es wohl. Was die beiden Grünen-Gemeinderäte Barbara Müller und Johann Mayer allerdings vermissen, sind Informationen des Bürgermeisters dazu. Und auch den möglichen Standort halten sie nicht für ideal.

Dass es einen neuen Parkplatz braucht, steht auch für die beiden Gemeinderäte völlig außer Frage. Erst am Mittwoch zum Abschluss der Speinsharter Sommerkonzerte war wieder "kreatives Parken" in allen Variationen im und rund ums Klosterdorf zu erleben.

"Der Auftrag für ein Parkplatzkonzept ist im April 2014 erteilt worden", blickt Johann Mayer zurück. Im Oktober vergangenen Jahres habe dann eine Ortsversammlung stattgefunden, bei der über ein Dutzend Parkplatz-Varianten vorgestellt worden sei. "Manches war schon kurios", sagt Barbara Müller.

Seit Februar wird geplant

Die für die beiden Grünen sinnvollste und günstigste Lösung wäre ein Parkplatz in unmittelbarer Nähe der Ortszufahrt bei der Nepomuk-Statue gewesen. "Die Grundstückseigentümer wären sicher gesprächsbereit", ist Mayer überzeugt. Allerdings habe es geheißen, dass das Denkmalamt bei dieser Lösung nicht mitspiele: Dadurch würde nämlich die freie Sicht auf das Kloster beeinträchtigt. Die Folge war, dass man sich für eine Wiesenfläche westlich des historischen Klosterdorfes in Richtung Haselhof entschieden habe. "Das war im Februar, seitdem haben wir nichts mehr gehört", moniert Müller. Bei diesbezüglichen Anfragen der beiden Grünen im Gemeinderat habe Bürgermeister Albert Nickl stets ausgeführt, dass die Planung in Arbeit, aber noch nicht fertig sei.

Müller und Mayer stören sich daran, dass neben dem Parkplatz auf der wohl nassesten Fläche am Klosterdorf auch eine etwa 300 Meter lange Erschließungsstraße notwendig sein wird. "Wäre es nicht sinnvoller, die vorhandene Infrastruktur zu nutzen, um den Flächenverbrauch zu minimieren?", fragt Mayer. Seiner Ansicht nach sei der Denkmalschutz, der sich offenbar gegen die sinnvollste Variante quer lege, nicht nur für Gebäude zuständig, sondern auch für den Erhalt der Kulturlandschaft.

Futterfläche versiegeln

Dass die ins Auge gefasste Fläche eine regelmäßige Futterquelle für Störche sei, dürfe ebenfalls nicht vergessen werden. "Einerseits schaffen wir ein Nistangebot auf dem Klostergasthof, andererseits versiegeln wir die Futterfläche", kritisiert Mayer. Seine Grünen-Kollegin beschreibt ein weiteres Problem: Der Zugang vom Parkplatz sei nur über Privatgrund möglich. Nicht zuletzt komme der neue Parkplatz zum Großteil der Internationalen Begegnungsstätte und dem Klostergasthof zugute. "Es ist aber noch völlig ungeklärt, wie deren finanzielle Beteiligung am Bau und Unterhalt von Parkplatz und Zufahrtsstraße aussieht", erklärt Müller.

Kurzfristig haben sie und Mayer ein Ziel: "Dass der Bürgermeister in der nächsten Sitzung des Gemeinderats ausführlich über das Thema informiert."
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