Grundschüler besuchen Ausstellungen zur Hegeschau der Jäger
Einmal einen Flusskrebs streicheln

Dicht umringt waren die Hunde der "Nachsucher", die bei ihren Einsätzen ein GPS-Gerät tragen. Über das Fell streicheln ist aber nur erlaubt, wenn der Besitzer zustimmt. Bilder: rn (2)
Lokales
Speinshart
28.04.2015
9
0
Mit Bienen blüht das Leben: Dies und vieles mehr über die heimische Tierwelt erfuhren die Schüler der Grundschule "Am Rauhen Kulm" in Speinshart sowie der dritten und vierten Jahrgangsstufe der Markus-Gottwalt-Schule Eschenbach im Gemeindezentrum. Sie nahmen dort am Rahmenprogramm der Hegeschau der Kreisgruppe Eschenbach im Bayerischen Landesjagdverband teil.

Die Jäger der Region haben bei ihrem Tun stets die Natur als Ganzes im Blick. "Wir sind bestrebt, einen Beitrag zum Gleichgewicht in unserer Umwelt zu leisten", versicherte Kreisvorsitzender Norbert Ferstl. Die Präsentationen wertete er als Beitrag dazu.

Wichtiges Nutztier

Die Imker stellten an ihrem Infostand die Honigbienen vor. Diese seien zwar klein, aber wirtschaftlich eine echte Größe. Groß waren auch die Augen der Schüler, als sie von Heinz Jantschik erfuhren, dass rund 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge in Deutschland von der Bestäubung der geflügelten Helfer abhängig und Honigbienen nach Rind und Schwein das drittwichtigste landwirtschaftliche Nutztier sind.

Rudi Rauh und Anton Schönberger machten auf das Risiko landwirtschaftlicher Monokulturen aufmerksam. Zudem beklagten sie, dass der bekannte englische Rasen das Nahrungsmittelangebot bedrohlich sinken lässt. Wichtig seien vielmehr nektar- und pollenreiche Pflanzen.

Die heimische Tierwelt stellte Konrad Nickl den Mädchen und Buben vor. Zu sehen gab es Waschbär, Steinmarder, Iltis, Eichelhäher, Habicht, Biber, Eisvogel und verschiedene Spechtarten. Neben Nist- und Fledermauskästen beeindruckten auch die für die Hegeschau in langen Reihen ausgestellten Gehörne die Schüler. Erlebnischarakter hatte der Wasserbereich des Fischereivereins Pressath. In einem großen Bassin schwammen Karpfen, Schleien, Rotfedern, Rotaugen und Eitel. Die Attraktion waren jedoch die Flusskrebse. Nach kurzem Zögern war alle Angst und Zurückhaltung vorbei: Jeder wollte die Flusskrebse in die Hand nehmen und ihnen über den Rücken streicheln.

Geschnitzte Tierfiguren

Nebenan stand Holzschnitzer Wolfgang Friedrich. Er zeigte Tierfiguren, Schalen und künstlerisch gestaltete Geweihschilder. Aufgereiht lagen seine Schnitzwerkzeuge, mit Hilfe derer er seine Arbeitsweise erklärte.

Im Freien zeigten Nachsucher des Jagdverbandes ihre wichtigen Helfer: Hunde der Rassen Deutscher Drahthaar, Bayerischer Gebirgsschweißhund, Kleiner Münsterländer und Hannoveraner Schweißhund. Die Hundeführer beschrieben das Vorgehen zum Auffinden von verwundeten Tieren. "Lotte", ein Deutscher Drahthaar, der bei einer Demonstration ein "verletztes Reh" aufgefunden hatte, führte anschließend vor, wie sie ihren Herrn zum Tier führt.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.