Harmonischer Jahresabschluss

"Der Flöte Klang verwandelt", so der Titel des Kammerkonzertes: Rebecca Schmidt auf der Querflöte und Ludmilla Götzfried (von links) am Klavier imponierten mit kluger Programmauswahl und brillantem Vortrag. Bild: do
Lokales
Speinshart
26.11.2014
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"Der Flöte Klang verwandelt" war das Konzert im Musiksaal des Speinsharter Klosters überschrieben. Tatsächlich verwandelte es ein still genießendes Publikum in ein lautstark applaudierendes.

Man lasse die letzten Strahlen der Spätherbstsonne durch die Sprossenfenster scheinen, nehme einen Veranstaltungsraum im Glanz barocker Stuckornamente sowie Fresken und überflute ihn mit bezaubernden Tonmalereien. Fertig ist eine musikalische Delikatesse, wie sie am Sonntag im Musiksaal in Moll kredenzt wurde. Rebecca Schmidt (Querflöte) und Ludmilla Götzfried (Klavier) boten musikalische Feinkost unter dem Motto "Der Flöte Klang verwandelt".

In einer Atmosphäre der Verträumtheit genossen die Zuhörer einen Romantik-Nachmittag. Mit Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate A-Dur, KV 12, stießen die Künstlerinnen die Tür zum Schwärmen auf und zeigten sich als stilsichere Könner der Wiener Klassik. Wenn Engel unter sich sind, spielen sie Mozart. Am Sonntag erwiesen sich Rebecca Schmidt und Ludmilla Götzfried auf Flöte und Piano für das Publikum als strahlende und musizierende Engel.

Auch wer Friedrich Kuhlaus "Grande Sonate Concertante" nicht kannte, war in der Folge begeistert von der Dynamik und Rhythmik des Vortrags, der einem reizvollen Zwiegespräch zwischen Flöte und Klavier ähnelte. Das Allegro con passione beeindruckte wie das kapriziöse Scherzo. Das Adagio con espressione schien von Mozarts Zauberflöte zu träumen, und dann das effektvolle Rondo - mitreißend.

Nach der Pause setzten die Künstlerinnen das heitere und virtuose Programm fort. Werke des französischen Komponisten Alphonse Duvernoy (Concertino pour flute et piano Op. 45) und schließlich Variationen aus Charles Marie Widors Suite pour flute et piano Op. 34 glichen einer beschwingten Opernszene. Flöte und Klavier brillierten mit rasanten Läufen und feiner Dynamik. Die Hörerschaft war begeistert und erklatschte sich mit einer temperamentvollen Tarantella und Walzermelodien zwei Zugaben. Ein feiner musikalischer Abschluss des Kirchenjahres.
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