Historiker referiert über Tremmersdorf - Auch Publikum steuert Informationen bei
Geschichte in der Gemeinschaft

Lokales
Speinshart
10.01.2015
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Die Tradition des Dreikönigstreffens hat Bestand. Mit dem Heimatverein Eschenbach hatte Pater Benedikt einen geselligen Abend im Gasthaus Waldeslust organisiert. Höhepunkt war ein Vortrag über Tremmersdorfs Entwicklung seit dem Spätmittelalter. Historiker Bernhard Fuchs aus Pressath stellte die Ergebnisse seiner Recherche für einen Kirchen- und Dorfführer vor. Die Tremmersdorferin Kornelia Götz gibt das Werk im Herbst 2015 heraus.

Mit Urkunden, Chroniken und alten Akten zeichnete Fuchs ein umfangreiches Bild. Bis 1803 war Tremmersdorf Besitz des Klosters Speinshart und von dessen Entwicklung abhängig. Die Tremmersdorfer waren aber nicht immer bereit, die Anweisungen ihrer Herren zu akzeptieren, wie ein Konflikt um den Zehent im 18. Jahrhundert zeigt. Nach der Säkularisation 1803 gehörte Speinshart einige Zeit zur Gemeinde Tremmersdorf. 1972 schlossen sich dann die Gemeinden Speinshart und Tremmersdorf mit Seitenthal zusammen.

Bei der Diskussionsrunde steuerten dann viele Heimatforscher Wissenswertes und Anekdoten bei. So erfuhren die Zuhörer von Kornelia Götz, dass der Ortsname wohl vom slawischen Wort "treben" stammt, das für eine Art Brandrodung steht. Im 15. Jahrhundert trug der Ort wohl die Bezeichnung "Tremmersdorf bei der Brücke", auch von "Altentremmersdorf" ist in historischen Schriften die Rede. Dahinter verbirgt sich vermutlich das heutige Höfen.

Kirche drohte der Abriss

Im 19. Jahrhundert galten Dorfkirchen als unrentables Übel. Der Abriss drohte auch dem Tremmersdorfer Gotteshaus, die Bevölkerung sollte ins Kloster ausweichen. Ein Schachzug des Ortspfarrers rettete den Bau. Er verwies auf das Hochwasser der Creußen, das den Gläubigen zu häufig den Weg versperren würde.
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