Im Sinne der Schöpfung

Für Aufsehen sorgte das originelle Energie-Radl des Bund Naturschutz. Ein umgebauter Heimtrainer produzierte bei genügend Ausdauer genügend Strom für haushaltsübliche Elektro-Geräte.
Lokales
Speinshart
28.09.2015
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Der Einfall mit dem Abfall bescherte dem Organisationsteam bemerkenswerte Aufmerksamkeit. Rund 150 Teilnehmer aus der Diözese trafen sich zum "Schöpfungstag 2015" der katholischen, evangelischen und rumänisch-orthodoxen Kirche in der Prämonstratenser-Abtei Speinshart.

Im Mittelpunkt stand die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus. Im Sinne des Tagungsmottos "Einfälle statt Abfälle - Wertstoffe sparen, nutzen, neu verwenden" wurden Ideen zur umweltfreundlichen Lebensgestaltung ausgetauscht.

Angela Stangl aus Wöllershof, Vorsitzende des Kreisverbandes der Katholischen Landvolkbewegung, warb mit Gleichgesinnten vor der Klosterpforte mit Engeln. Vor sich Papier in Hülle und Fülle. Es stammte aus aussortierten Gebetbüchern. Das alte Gotteslob ist nur noch Altpapier. Für die Papiertonne zu schade, fand Angela Stangl. In mühseliger Arbeit trennten die Damen Tausende Seiten aus den Gebetbüchern und schufen kleine Kunstwerke.

Schonender Umgang

Die Gäste waren gekommen, um sich Vorschläge von Experten anzuhören, in Aktionsgruppen mitzuwirken und zu demonstrieren, dass eine umweltfreundliche Lebensgestaltung bei etwas gutem Willen Erfüllung bedeutet. Im Zentrum des Schöpfungstages stand der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen, die Professor Mario Mocker von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg/Weiden vorstellte.

Am Beginn stand eine ökumenische Feier, mit Domkapitular Peter Hubbauer, Prior Pater Benedikt Schuster, dem evangelischen Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss, Dekan Wenrich Stenczka und Metropolit Dr. Serafim Joanta von der rumänisch-orthodoxen Kirche. Den musikalischen Rahmen steckte "Cantemus" Während der Vertreter des Diözesanbischofs den Heiligen Vater höchstpersönlich als Motivator und Zeugen des Widerstandes gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur ausrief, erinnerte Regionalbischof Weiss an Gottes Schöpfungsplan.

Gemeinsam mit der Bischöflichen Umweltbeauftragten Beate Eichinger eröffneten die kirchlichen Würdenträger dann den Schöpfungstag mit Werkstatt-Runden, Gesprächskreisen, Vorstellung des historischen Klosterhofs, geführte Wanderungen und eine Tour zum Barbaraberg standen auf dem Programm. Das Angebot war vielfältig und reichte vom Thema des Umganges mit elektronischen Geräten bis hin zu konkreten Beispielen für einen umweltbewussten Alltag. Gesprächsforen zur Müllvermeidung ergänzten den Komplex.

Es lockten attraktive Workshops und Info-Stände, wie jener von der Katholische Landvolkbewegung mit Bastelkunst aus Naturprodukten und gesunden Leckereien. In der Wieskapelle stellten die KJF-Werkstätten aus Straubing Naturmöbel vor, der VerbraucherService Bayern informierte über "Kunststoffe - Segen oder Fluch" und das Evangelische Bildungswerk vermittelte "Lust auf Natur".

Kunst und Schokolade

Spektakulär auch der Stand des Bund Naturschutz. Zur Stromerzeugung diente ein umgebauter Heimtrainer. Viel Beachtung fand auch die "Plant-for-the-planet"-Gruppe Kemnath. Junge Leute der Grund- und Mittelschule erfreuten mit einfallsreichen Deko-Artikeln und Schokolade unter dem Motto "Gut ist, wer Gutes tut". Zum Guten gehörte auch ein ökologisch vertretbarer Mittagsschmaus des Klostergasthofs: fleischloses Oberpfälzer Erdäpfl-Gulasch mit buntem Gemüse.

Mit der Verleihung des Schöpfungspreises "Genesis" und einem temperamentvollen Abschluss-Konzert des "Werkstoff-Orchesters SCRAP" aus Uffing am Ammersee endete der umweltfreundliche Event
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