Jäger und Polizei Hand in Hand

Norbert Ferstl (links), der Vorsitzende der Kreisgruppe der Jäger, und Bürgermeister Albert Nickl (rechts) ehrten die verdienten Mitglieder Dietrich Kratz, Herbert Henfling, Dr. Andreas Karl und Harald Rauch (Zweiter bis Fünfter von links). Bild: rn
Lokales
Speinshart
29.04.2015
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Verletzte Tiere schnellstmöglich von ihren Schmerzen erlösen: Dazu rief Norbert Ferstl seine Jagdkameraden auf. Und er machte sie darauf aufmerksam, dass bei Wildunfällen die Vorgaben des Tierschutzgesetzes zu beachten sind.

Die Jäger der Kreisgruppe Eschenbach im Landesjagdverband (LJV) trafen sich erneut im Gemeindezentrum zur Jahreshauptversammlung. Das Bläserkorps unter Leitung von Hornmeister Dr. Andreas Karl begleitete diese mit einem anspruchsvollen und zum Teil konzertanten Repertoire. Norbert Ferstl, der Vorsitzende der Kreisgruppe, dankte für die gute Beteiligung an der Hubertusfeier in der Klosterkirche.

Er bedauerte, dass beim Landesjägertag in Weiden keine Lösung zum Problem Niederwild gefunden worden sei und sprach von einer für dieses Wild mitunter problematischen Landwirtschaft. Sehr engagiert griff er die relativ negative Einstellung zur Jagd in anderen Bundesländern auf. Als Beispiel nannte er Hessen, wo etwa Marder nicht bejagt werden dürfen. Im geschützten und daher überhand nehmenden Flugwild sah Ferstl eine Gefahr für junge Hasen. In Bayern gelte es daher, ähnliche Entwicklungen rechtzeitig zu verhindern.

Die Kreisgruppe hat einen Schildersatz für Treibjagden angeschafft. Der Vorsitzende stellte diesen vor. Da das Aufstellen nur durch Berechtigte mit Ausbildung erfolgen darf, forderte er zur Teilnahme an einem Lehrgang auf.

Abholung nicht kostenlos

Die hohe Anzahl von Wildunfällen hat Ferstl zu Gesprächen mit Polizeichef Rainer Striegl veranlasst. Es sei vereinbart worden, dass die Polizei den jeweiligen Jagdpächter über den Unfall informiert und dieser dann die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen hat. Der Kreisvorsitzende machte darauf aufmerksam, dass die Abholung des Fallwildes durch das Straßenbauamt mit Kosten verbunden sei. Ergänzende Angaben machte Manfred Plößner, der Jagdsachbearbeiter der Polizeiinspektion.

"Wir sind berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen", teilte Schatzmeister Mario Gittler mit. Interessenten am Besuch der internationalen Messe "Jagd, Fisch und Natur" in Landshut rief er dazu auf, sich baldmöglichst zu melden.

Von 154 Suchaktionen, darunter 47 erschwerten, berichtete Nachsuchenführer Mario Goss. Da aus der Hegegemeinschaft Neustadt am Kulm mehrere Jäger noch keine Nachsuchen-Vereinbarung getroffen haben, bat er darum, dies nachzuholen. Es gehe um den Tierschutz und erleichtere die Arbeit bei revierübergreifender Suche,.

"Die Türen stehen für euch immer offen", betonte Bürgermeister Albert Nickl gegenüber den Jägern. Ein Lob sprach er für die begleitende Ausstellung für Schüler aus. Voll Anerkennung wandte er sich an die Jäger, die "eine wichtige Aufgabe für die Jagdgenossen erfüllen" und zur Pflege der Kulturlandschaft viel Freizeit opferten.

Dank für Verdienste

Gemeinsam mit Kreisvorsitzendem Norbert Ferstl nahm Nickl die Ehrung verdienter Mitglieder vor. Die Treuenadel für 50-jährige Zugehörigkeit erhielt Dietrich Kratz, die für 40-jährige Mitgliedschaft Herbert Henfling.

Für seine außerordentlichen Verdienste um das jagdliche Brauchtum steckte Ferstl Hornmeister Dr. Andreas Karl das Ehrenzeichen des Landesjagdverbandes in Bronze an. Eine Ehrenurkunde für langjährige hervorragende Mitarbeit im jagdlichen Brauchtum erhielt Bläserkorpsmitglied Harald Rauch.
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