Junge Künstler, volle Ränge

Die Klosterkirche platzte zum Abschluss der Speinsharter Sommerkonzerte aus allen Nähten - sogar die Stehplätze gingen aus, und mancher Besucher musste unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren. Kein Wunder, dass Organisator Pater Lukas Prosch vom Zuspruch begeistert ist. Aber auch die musikalische Qualität war durchwegs hervorragend. Bild: stg
Lokales
Speinshart
29.08.2015
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Doppelt zufrieden ist Pater Lukas Florian Prosch mit den Speinsharter Sommerkonzerten. Dem Kloster gelang etwas ungewöhnliches: die Verbindung von musikalischer Qualität und vollen Rängen.

(wüw) Der letzte Satz ist gespielt, der letzte Ton verklungen. Drei Tage nach dem letzten der Speinsharter Sommerkonzerte hallt die Konzertreihe mit sieben Terminen immer noch nach.

Pater Lukas Florian Prosch ist jedenfalls weiterhin begeistert, sowohl vom Zuspruch als auch von der musikalischen Qualität. "Wir hatten rund 3000 Besucher; alleine beim Abschlusskonzert am Mittwoch waren es 550 Gäste", bilanziert er. Beinahe noch mehr habe ihn jedoch die Qualität der Auftritte begeistert. Die sei durchwegs hervorragend gewesen.

Prosch muss dann auch lange überlegen, welches sein Lieblingskonzert war. Am Ende legt er sich auf das "Requiem for peace" von Larry Nickel fest. Das feierte am 12. August Deutschland-Premiere in Speinshart. Zuvor hatte es überhaupt nur eine einzige Aufführung gegeben. "Diese Verbindung von klassischer Chormusik und modernen Klangbildern ist etwas ganz Besonderes", sagt Prosch. Dazu komme das Anliegen des Komponisten, ein Werk für den Weltfrieden zu schaffen und dabei Anleihen verschiedener Kulturen und Nationen einfließen zu lassen.

Ein Experiment werde wohl im nächsten Jahr nicht wiederholt: "Beim Konzert 'Orient meets Occident' haben wir auch aus Platzgründen Eintritt kassiert." Das habe sich in der Zuschauerzahl widergespiegelt: "Viele Menschen sind offensichtlich nicht bereit, Eintritt zu bezahlen."

Dagegen funktioniere das Spendenprinzip gut - "auch wenn es natürlich Besucher gibt, die nichts bezahlen". Das findet Prosch aber in Ordnung: "Als Internationale Begegnungsstätte haben wir auch die Pflicht, der Region Kultur zu bieten."

Der Pater ist überzeugt, dass dies in den vergangen Wochen sehr gut gelungen ist. Vor allem ist er sicher, dass die Gäste Musiker erleben durften, die bald in den großen Konzertsälen und Opernhäusern der Welt Erfolge feiern werden. Besonders gelte dies für Benjamin Christ. Der Solo-Klarinettist bot beim Abschlusskonzert am Mittwoch einen begeisternden Auftritt. Und auch die "Himmlischen Stimmen" sollte man sich merken: Von den Solisten dieses Konzerts wird noch zu hören sein.
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